Eishockey-schock: deutschland scheitert erneut in der gruppenphase!

Ein bitterer Schlag für den deutschen Eishockey-Sport: Die Nationalmannschaft ist bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Gruppenphase gescheitert – zum zweiten Mal in Folge. Die Hoffnungen auf eine Schützenhilfe Ungarns gegen die Letten blieben unbegründet, und damit ist das Turnier für das Team von Bundestrainer Marco Sturm vorzeitig beendet.

Die analyse des ex-kapitäns: „die zeit ist reif für eine grundlegende veränderung“

Die Enttäuschung in der Mannschaft ist riesig, wie man schon nach dem letzten Gruppenspiel gegen Großbritannien (6:3) erkennen konnte. Langjähriger Kapitän Moritz Müller, der das Turnier als Experte für Magenta Sport begleitete, forderte in der Podcast-Sendung „Die Eishockey Show“ eine umfassende Aufarbeitung. „Die Zeit ist reif, dass sich alle Akteure an einen Tisch setzen, um zu schauen, wie wir das deutsche Eishockey voranbringen“, so Müller. Dabei meint der Verteidiger der Kölner Haie nicht nur den Deutschen Eishockey-Bund (DEB), sondern auch die DEL, die DEL2, die Oberligen und die Nachwuchsligen.

Das Problem, wie Müller es sieht, ist die fehlende Einheit. „Jeder macht aktuell sein eigenes Ding. So funktioniert es aber nicht.“ Die Frage, die er stellt, ist drängend: „Wollen wir jedes Jahr ins Viertelfinale oder sind wir mit den Strukturen eine Mannschaft, die gerade so ums Viertelfinale kämpfen kann?“ Angesichts der Heim-WM im kommenden Jahr ist diese Selbstkritik besonders wichtig.

Seider: „wir haben im moment keine wirkliche identität“

Seider: „wir haben im moment keine wirkliche identität“

Auch der aktuelle DEB-Kapitän Moritz Seider (25) äußerte sich kritisch. Der NHL-Star resümierte nach dem Spiel gegen Großbritannien: „Ich weiß nicht, ob es ein Rückschritt war. Aber wir befinden uns in einer schwierigen Phase.“ Er spricht von einem Mangel an Identität: „Ich finde, wir haben im Moment keine wirkliche Identität, die uns auszeichnet.“ Die Erwartungen waren hoch, der Ist-Zustand enttäuscht. Die Bilanz der letzten drei Turniere – zweimal Gruppenphase, einmal Viertelfinale – ist alarmierend.

Die Entwicklung stimmt nicht, und das vor dem Hintergrund einer Heim-WM, die eigentlich eine Chance zur sportlichen Rehabilitation sein sollte. Die Spieler und Verantwortlichen stehen vor einer großen Aufgabe, um das Team bis dahin zu formen und eine neue Identität zu entwickeln. Die Fans fordern Taten, nicht Worte.

Die Eishockey-WM 2027 wird auf Schalke eröffnet – ein Lichtblick am Horizont, der jedoch nur erreicht werden kann, wenn die aktuellen Probleme angegangen und gelöst werden. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um den deutschen Eishockey-Sport wieder auf Kurs zu bringen.