Eishockey-schock: deb-team droht wm-debakel!

Die Ernüchterung ist perfekt: Das deutsche Eishockey-Nationalteam steht bei der Weltmeisterschaft in Prag vor dem vorzeitigen Aus. Nach dem blamablen 1:6 gegen die Schweiz – ein Ergebnis, das selbst eingefleischte Fans fassungslos zurücklässt – droht die Wiederholung des Debakels vom Vorjahr.

Seider am ende: „das geht einfach nicht!“

Seider am ende: „das geht einfach nicht!“

Moritz Seider, Leistungsträger und NHL-Star, ließ seiner Frustration nach dem Spiel freien Lauf. Seine Worte, zitiert von MagentaTV, hallen wider: „Im zweiten Drittel sind wir völlig auseinandergefallen. So kommt ein Spielstand zustande.“ Ein deutliches Statement eines Spielers, der sich an höhere Standards gewöhnt hat. Die Leistung der Mannschaft war nicht nur enttäuschend, sondern wirkte in entscheidenden Momenten des Spiels nahezu hilflos.

Die Bilanz nach drei Spielen ist alarmierend: drei Niederlagen, nur zwei erzielte Tore. Die Hoffnung auf ein Weiterkommen im Viertelfinale schwindet zusehends. Am Mittwoch steht das Duell gegen den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger USA an – ein Spiel, das nun zur Bewährungsprobe für das Team von Bundestrainer Harold Kreis wird. Kreis selbst betonte die Notwendigkeit, die Köpfe freizubekommen und sich neu zu fokussieren. „Wie wir damit umgehen, wie wir reagieren ist jetzt entscheidend.“

Christian Künast, Sportvorstand des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB), forderte ebenfalls eine Reaktion: „Das Wichtigste ist jetzt, den Kopf freizubekommen. Vom Eis müssen wir wegbleiben.“ Die Aufgabe gegen die USA, die ebenfalls in einer schwierigen Position steckt, wird als „maximale Herausforderung“ bezeichnet. Es ist ein Kampf auf Messers Schneide, bei dem jeder Fehler gnadenlos bestraft wird.

Die erste Begegnung gegen die Schweiz zeigte kurzzeitig Hoffnung, als das deutsche Team im ersten Drittel noch Paroli bieten konnte. Doch nach dem frühen 0:1 in Überzahl brach das Team auseinander. „Wenn eine kleine Sache nicht passt, dann bricht irgendwo gleich das Kartenhaus zusammen“, analysierte Künast. Die Situation ist ernst, aber der Sportvorstand will die Hoffnung nicht aufgeben. „Wir haben vier Spiele. Für mich ist noch alles möglich.“

Die Wahrheit ist jedoch, dass die deutsche Mannschaft auf die Hilfe anderer Teams angewiesen sein wird, um doch noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob das Team die nötige mentale Stärke besitzt, um sich aus dieser Krise zu befreien und den Turnierverlauf noch positiv zu beeinflussen. Die Fans dürfen sich auf dramatische Momente einstellen.

Die Niederlage gegen die Schweiz ist ein Weckruf. Es liegt an Bundestrainer Kreis und seinem Team, die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Leistung in den kommenden Spielen deutlich zu verbessern. Nur so kann das vorzeitige Aus abgewendet und die Ehre des deutschen Eishockeys gewahrt werden.