Eibar gegen las palmas: das 0:0-drehbuch ist weg, jetzt zählt nur noch der sieg
Ipurua brodelt. Vor zwei Monaten trennte Eibar und Las Palmas noch eine Kluft von 13 Punkten – heute trennt sie nur noch ein Rasenstreifen, 90 Minuten und der Glaube daran, dass aus der Grauzone der Playoffs plötzlich ein Direktaufstieg werden kann. Um 14:00 Uhr Ortszeit ist Anstoß, und wer um diese Zeit noch zweifelt, hat die letzten Wochen verschlafen.
San josé hat seine mannschaft auf null getrimmt
Beñat San José schreibt derzeit das Drehbuch neu, das vor Saisonbeginf niemand für mögbar hielt: drei Spiele, kein Gegentor, sieben Punkte. Arbilla dirigiert die Abwehr wie ein Dirigent, Magunagoitia hält, was zu halten ist – und manchmal auch das, was unhaltbar scheint. Die 0:3-Pleite in Andorra? Vergessen. Die 13 Punkte Rückstand? Ausradiert. Eibar ist in der Zone, in der Selbstvertrauen ansteckend wird und Gegner vor dem Stadion schon mal die Kopfhörer aufsetzen, um nicht mitzukriegen, wie laut Anfeuern hier sein kann.
Die Statistik lügt nicht: Seit der Umstellung auf eine Fünferkette kassierte Eibar nur noch zwei Tore in fünf Partien. Die erlaubten Torschüsse pro Spiel sanken von 13,4 auf 7,8. Kleine Zahlen, große Wirkung. Wer jetzt nachrechnet, stellt fest: Das reicht für die Playoffs. Aber die Rechnung geht nur auf, wenn heute jemand die Null verletzt – und zwar auf der anderen Seite.

Luis garcía reist ohne gutiérrez an, dafür mit villote
Die Insel-Kicker landeten gestern Abend in Bilbao, ohne Cristian Gutiérrez. Der Linksverteidiger, der in Ipurua einst selbst für Eibar spielte, fiel kurzfristig aus – Adduktorenprobleme, die ihn seit der Länderspielpause begleiten. An seine Stelle rückt Villote, 19 Jahre, erst zweimal in der Startelf, beide Male ungeschlagen. Luis García nennt das „eine Lösung mit Zukunft“, doch in den Augen der Betreuer steht ein anderes Wort: Risiko.
Denn Las Palmas kommt nicht in Bestform. Das 1:0 gegen Sporting war mehr Befreiung als Befindlichkeit: 23 Schüsse, nur fünf aufs Tor, ein Elfmetertor in der 89. Minute. Die Erwartung lautet: mehr Druck, mehr Ballbesitz, mehr Durchschlagskraft. Stattdessen plagen sich die Amarillos mit einer Unsicherheit, die man in der Hinrunde nicht kannte. Dreimal in Folge nur Unentschieden, dazu die Ausfälle auf den Flügeln. Wenn heute wieder der Plan hakt, rutscht Las Palmas vielleicht sogar auf Platz sieben – und wäre plötzlich der gejagte Jäger.

14:00 Uhr, #vamos, laliga tv hypermotion – oder direkt auf dem beton
Wer nicht ins Stadion passt, kann sich einrichten: #Vamos und LaLiga TV Hypermotion übertragen live, Radio MARCA liefert das Geräusch, wenn der Ball einschlägt. Die Zahlen vorab: Eibar hat in dieser Saison 61 % der Heimpunkte geholt, Las Palmas nur 43 % der Auswärtspunkte. Die Tordifferenz nach 75 Minuten: +8 für Eibar, –3 für Las Palmas. Das spricht für ein spätes Aufbäumen der Gäste, aber auch dafür, dass die Hausherren früh zuschlagen wollen.
Bei 45 Punkten steht Eibar auf Platz acht, Las Palmas bei 51 auf fünf. Ein Sieg bringt die Basken auf 48 und vielleicht schon morgen auf Rang fünf. Ein Unentschieden nützt niemandem, außer dem Rest der Konkurrenz. Und eine Niederlage? Dann schlägt die Stunde von Málaga und Ceuta, deren Fans schon jetzt auf Twitter die Hashtags wärmen.
Ipurua wird kochen, die Tribüne wird singen, und irgendwann zwischen dem ersten Pfiff und dem letzten Schlusspfiff wird klar: Wer heute nicht gewinnt, darf morgen nicht mehr von Aufstieg reden. Das ist keine Prophezeiung, das ist Mathematik mit Herzschlag.
