Edwards' spurs-besuch: nowitzki fassungslos, haslem kritisiert

Ein fragwürdiger Moment im Playoff-Duell zwischen den Timberwolves und den Spurs sorgte für Aufsehen: Timberwolves-Star Anthony Edwards beglückwünschte die Spurs-Spieler und -Coaches bereits acht Minuten vor Schluss – eine Geste, die NBA-Legende Dirk Nowitzki kaum fassen konnte und auch Veteran Udonis Haslem scharf kritisierte. Minnesota verlor die Partie schließlich deutlich und schied aus der zweiten Playoff-Runde aus.

Ein zeichen des respekts oder ein affront?

Die Szene, die für solches Kopfschütteln sorgte, ereignete sich im Schlussviertel von Game 6. Bei einem deutlichen Rückstand saß Edwards auf der Bank der Spurs und gratulierte den Spielern und Trainern. Ein Verhalten, das selbst erfahrene NBA-Größen wie Dirk Nowitzki irritierte. In der Amazon-Show „NBA on Prime“ äußerte sich Nowitzki sichtlich überrascht: „Ich schaue die NBA seit Ewigkeiten und bin ein Teil davon. So etwas habe ich noch nie gesehen… das ist zu viel für mich.“ Der Deutsche betonte die Wichtigkeit von Respekt, aber merkte an, dass solche Gesten ihren Platz nach dem Spiel hätten.

Noch deutlicher wurde Udonis Haslem, dreifacher Champion mit Miami. Der 45-Jährige äußerte sich empört: „So gut Ant als Basketballspieler ist, da gibt es noch Luft nach oben. Als Leader wäre ich da nicht herübergelaufen und hätte Hände geschüttelt.“ Haslem machte deutlich, dass er in dieser Situation seine Entschlossenheit und seinen Kampfgeist zeigen würde: „Ich würde diese Schwäche nicht zeigen. Das Spiel ist noch nicht vorbei. Ich habe noch acht Minuten – und mir kommt Rauch aus den Ohren, weil ich so verdammt sauer bin, dass wir verlieren.“

Spurs dominieren, timberwolves chancenlos

Spurs dominieren, timberwolves chancenlos

Während Edwards' Verhalten für Diskussionen sorgte, präsentierte sich die Mannschaft der San Antonio Spurs von ihrer besten Seite. Mit einem Franchise-Playoffrekord von 18 von 38 Dreiern demonstrierten sie eine beeindruckende Treffsicherheit. Stephon Castle glänzte mit 32 Punkten und elf Rebounds, während De’Aaron Fox 21 Punkte und neun Assists beisteuerte. Victor Wembanyama erzielte 19 Zähler. Die Timberwolves hingegen waren gegen die starke Leistung der Spurs machtlos und mussten eine deutliche Niederlage mit 109:139 hinnehmen.

Edwards versuchte, seine Geste zu rechtfertigen: „An dem Punkt weißt du, dass du nicht mehr reinkommst – also willst du ihnen nur den Respekt geben, den sie verdienen.“ Doch die Kritik ließ nicht auf sich warten. Die Spurs hatten die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits im Griff und demonstrierten eine beeindruckende Dominanz. Die klare Botschaft: Manchmal ist Respekt wichtiger als ein fragwürdiger Gruß.