Duplantis verpasst rekordversuch: shanghai diamond league eröffnet saison
Shanghai – Die Diamond League hat ihre Saison mit einem packenden Meeting in Shanghai eröffnet, doch der große Star des Abends war letztendlich nicht der, der erhofft wurde. Armand Duplantis, der schwedische Dominator der Stabhochsprungszene, scheiterte knapp an seinem Versuch, den Weltrekord zu brechen, während andere Athleten für überraschende Siege sorgten.
Llopis und ben kämpfen sich ins mittelfeld
Für die deutschen Athleten Quique Llopis (110m Hürden) und Adrián Ben (800m) war das Meeting ein erster Test vor der Saison. Llopis, der seine Saison im Freien begann, hatte keine optimale Startphase und kämpfte sich durch den Lauf. Mehrere Berührungen mit den Hürden bremsten ihn aus, sodass er letztendlich als Siebter mit 13,43 Sekunden ins Ziel kam. Jamal Britt aus den USA setzte sich mit 13,07 Sekunden vor Cordell Tinch (ebenfalls USA) durch. Ben zeigte im stark besetzten 800-Meter-Lauf eine stetige Steigerung und erreichte als Siebter mit einer guten Zeit von 1:44,45 Minuten das Ziel. Dieser Wert bedeutet für den jungen Athleten die Qualifikation für die bevorstehende Europameisterschaft in Birmingham.

Furlani beeindruckt in der weite, kipyegon dominiert
Ein weiteres Highlight des Abends war der Sieg von Mattia Furlani im Weitsprung. Der italienische Champion sprang mit einer persönlichen Bestleistung von 8,43 Metern und ließ den Portugiesen Gerson Baldé hinter sich, der mit 8,07 Metern den dritten Platz belegte. Im 5000-Meter-Lauf der Damen zeigte Faith Kipyegon, die kenianische „Queen“ des Meilenlaufes, eine beeindruckende Vorstellung und sicherte sich den Sieg mit der besten Jahresbestzeit der Welt (14:24,14 Minuten). Nur um sieben Hundertstelsekunden schlug sie die Äthiopierin Likina Amebaw.

Überraschung beim 3000-meter-lauf
Die größte Überraschung des Tages lieferte der deutsche Mohamed Abdilaahi im 3000-Meter-Lauf. Mit einer Zeit von 7:25,77 Minuten unterbot er seine bisherige Bestmarke um über zehn Sekunden und positionierte sich als ernstzunehmender Kandidat für die europäischen Spitzenplätze. Die Konkurrenz war groß, denn 14 Athleten liefen unter 7:30 Minuten. Der irische Mark English gewann das Rennen mit 1:43,85 Minuten.
Spannung bis zur ziellinie
Auch die anderen Disziplinen boten packende Momente. Im 3000-Meter-Hindernislauf der Damen setzte sich die Uganderin Peruth Chemutai erst im Fotofinish mit 8:51,47 Minuten gegen die Kenianerin Faith Cherotich durch. Im 400-Meter-Lauf der Damen sicherte sich die Jamaikanerin Nickisha Pryce den Sieg mit 49,75 Sekunden. Jessica Schilder aus den Niederlanden dominierte den Kugelstoß mit einer Weltklasse-weite von 21,09 Metern – die beste Marke in einer Diamond League seit 2012.
Die Shanghai Diamond League Meeting hat gezeigt, dass die neue Saison voller Spannung und Überraschungen verspricht. Die Athleten haben ihre Ambitionen unter Beweis gestellt und die Fans dürfen sich auf weitere packende Wettkämpfe freuen. Die Frage ist nun: Kann Duplantis bei den nächsten Versuchen seinen Rekord brechen?
