Dzeko muss vor gericht: schalke kämpft gegen doppel-sperre

Die Sperre gegen Edin Dzeko ist gefallen, doch Schalke 04 wehrt sich. Am Donnerstag steht der Stürmer vor dem DFB-Sportgericht – und mit ihm die Hoffnung der Knappen, nicht noch tiefer in der 2. Bundesliga zu versinken.

Die szene, die alles auslöste

In der 52. Minute gegen Hannover 96 geht Dzeko hoch, das Bein zieht durch, Husseyn Chakroun bleibt liegen. Schiedsrichter Robin Braun zückt Rot. „Offene Sohle, Gesundheitsgefährdung“, lautet das Urteil. Für Schalke ist das Bild klar: kein Foul, kein Absicht, kein Grund für eine Sperre. Doch das DFB-Sportgericht sieht es anders. Zwei Spiele, keine Gnade.

Die Reaktion folgt sofort. Frank Baumann packt den Einspruch aus, Youri Mulder schießt nach: „Jeder, der Fußball gespielt hat, weiß: Das ist keine Rote Karte.“ Die Zahlen sprechen für sich: Seit seinem Wechsel von Florenst hat Dzeko in acht Spielen sechs Tore geschossen, vier weitere vorbereitet. Ein Ausfall, der weh tut – und der Schalke in der Aufstiegsrechnung durcheinanderwirbeln kann.

Warum der einspruch mehr ist als formalismus

Warum der einspruch mehr ist als formalismus

Schalke spielt gegen Darmstadt und Karlsruhe ohne Dzeko. Das sind keine Nebenkriegsschauplätze. Das sind direkte Konkurrenten im Rennen um die Rückkehr in die Bundesliga. Verliert der Klub vor Gericht, fehlt ihm nicht nur Torgefahr, sondern auch die mentale Stabilität, die Dzeko mit seiner Erfahrung ins Team bringt.

Die mündliche Verhandlung am Donnerstag wird zur Schicksalsstunde. Baumann reist mit Anwaltsteam und Videoanalyse an. Dzeko selbst wird aussagen. Die Chance, die Sperre zu kürzen, ist real – aber nicht garantiert. Der DFB hat in solchen Fällen selten ein Einsehen, wenn die Gesundheit des Gegners im Raum steht.

Doch selbst wenn das Gericht bleibt, bleibt ein Fakt: Schalke hat sich gewehrt. Nicht nur für Dzeko. Sondern für die Saison. Für die Fans. Für die Idee, dass man sich in Gelsenkirchen nicht einfach fügt.