Dsv-nachwuchs versinkt bei heim-wm im arber-desaster
Vierzehn Nachlader, eine Strafrunde und am Ende Platz neun. Die deutsche Jugend-Mixed-Staffel hat beim Heimweltmeisterschaft im Arber am 2. März 2026 eine Vorstellung abgeliefert, die man so schnell nicht vergessen wird – leider aus den falschen Gründen. Der Rückstand auf das siegreiche Österreich betrug am Ende mehr als viereinhalb Minuten. Das ist kein knappes Verpassen des Podests. Das ist eine Abreibung.
Schießstand als offene wunde
Startläufer Hannes Lipfert legte den Grundstein für das Debakel: sechs Nachlader, Rückstand von 1:21 Minuten bei der ersten Übergabe. Björn Hederich konnte den Schaden nicht begrenzen – weitere fünf Fehlschüsse, weitere 61 Sekunden verloren. Bei der zweiten Übergabe lag das DSV-Quartett bereits 2:22 Minutenzurück. Von da an war das Rennen gelaufen, bevor es richtig begonnen hatte.
Einen kurzen Lichtblick gab es trotzdem. Katharina Staller traf alle zehn Scheiben – sauber, konzentriert, ohne Zittern. Sie war die einzige im deutschen Team, die am Schießstand das lieferte, was man von einer Nachwuchshoffnung erwartet. Doch das reichte nicht, um das Ruder noch herumzureißen.

Nicolussis strafrunde besiegelt das ergebnis
Schlussläuferin Giovanna Nicolussi musste im Liegendanschlag in die Strafrunde. Ein Fehler, der die Staffel endgültig aus dem Rennen um die vorderen Plätze katapultierte. Platz neun. Kein Kampf mehr um Medaillen, kein Drama in der Schlussrunde – nur noch Schadensbegrenzung.
Den Sieg holte sich Österreich, 1:26 Minuten vor Norwegen. Finnland sicherte sich Bronze mit einem Rückstand von zwei Minuten und drei Sekunden, Italien wurde Vierter. Ein Ergebnis, das zeigt: Die Konkurrenz schläft nicht, während der DSV-Nachwuchs am Schießstand rätselt.
Junioren-staffel: auch kein trost von der nächsten altersklasse
Wer gehofft hatte, die Junioren-Mixed-Staffel würde wenigstens die Wende bringen, wurde ebenfalls enttäuscht. Korbi Kübler, Lukas Tannheimer, Leni Dietersberger und Sydney Wüstling landeten auf Platz fünf. Den Sieg holte sich überraschendLettland – eine Mannschaft, die im Biathlon selten ganz oben auf dem Treppchen steht. Für Deutschland war es das sechste Rennen bei dieser Heim-WM ohne Edelmetall.
Das Muster zieht sich durch. Die schwachen Schießleistungen der deutschen Biathleten bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina 2026 haben sich auf die Jugend übertragen – oder vielleicht war es umgekehrt. Die Nachwuchs-WM im Bayerischen Wald läuft noch bis Sonntag, den 8. März. Die nächsten Chancen kommen mit den Sprintrennen am Dienstag und Mittwoch. Sechs Rennen, null Medaillen – die Rechnung ist klar, und die Zeit wird knapp.
