Dreesen verteidigt hoeneß' wutausbrüche – und lacht über hamann

Jan-Christian Dreesen zieht den Schutzschalter. Im OMR-Podcast erklärt der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, warum Ehrenpräsident Uli Hoeneß regelmäßig durchdreht – und warum das gut so ist.

„Der gaul geht mit ihm durch“

Dreesen packt aus. „Das muss Uli selber entscheiden. Ich glaube, da geht manchmal der Gaul mit ihm durch, wenn wieder irgendein Unfug erzählt wird.“ Die Formel ist Programm: Hoeneß als Reizbarer, der sich nicht bitten lässt. Doch der Boss betont: „Es hat sich deutlich reduziert.“

Die Kritik an Hoeneß’ Temperament? Dreesen winkt ab. „Deswegen weiß man, woran man bei Uli ist. Der macht daraus kein Geheimnis.“ Sympathie durch Unverblümtheit – so funktioniert die Marke FC Bayern seit Jahrzehnten.

Hamann wird öffentlich veralbert

Hamann wird öffentlich veralbert

Der zweite Akt des Interviews gehört Dietmar Hamann. Dreesen lässt kein gutes Haar an dem TV-Experten. „Wenn man von Didi Hamann immer nur Genöle, Gemecker und Geschimpfe hört… das mag man irgendwann nicht mehr hören.“ Die Attacke trifft mitten ins Herz der Medienszene. Hamann, einst Bayern-Spieler, jetzt Stammgast in Talkshows – und offenbar ein Dorn im Auge der Münchner Führung.

Dreesen schmunzelt. „Es ist super, wenn sich alle mit dem FC Bayern beschäftigen. Solange wir gewinnen, kann jeder schimpfen wie er mag.“ Die Botschaft: Kritik ist willkommen, solange die Pokale im Vereinsmuseum stehen.

Die Zahle spricht für sich: 33 Meistertitel, 20 Pokalsiege, sechs Champions-League-Trophäen. Wer so erfolgreich ist, darf sich erlauben, wütend zu sein – und andere wütend zu machen. Hoeneß bleibt die Stimke der Provokation, Dreesen der Manager der Ruhe. Ein Duo, das den FC Bayern auf Kurs hält – und die Liga in Atem.