Djokovic fehlt in monte carlo – sandplatz-saison beginnt ohne den serben
Monte Carlo schlägt zurück. Die rote Kulisse des Fürstentums verzichtet freiwillig auf ihren Rekordjäger. Novak Djokovic wird vom 5. bis 12. April nicht auf dem Court Rainier III erscheinen – und das, obwohl er dort 2013 und 2015 bereits triumphieren konnte.
Das Turnier gab die Absage knapp acht Tage vor dem ersten Aufschlag bekannt, ohne eine Begründung zu liefern. Die Schulter, die den 38-Jährigen bereits in Miami außer Gefecht gesetzt hatte, ist der wahrscheinliche Saboteur. Seit dem Achtelfinal-Aus in Indian Wells gegen Jack Draper hatte Djokovic kein Match mehr bestritten.
Die folgen für die atp-karte
Ohne Djokovic verliert Monte Carlo seinen Top-Act, gewinnt aber an Offenheit. Carlos Alcaraz, Jannik Sinner und Alexander Zverev treten nun ins Rampenlicht – drei Spieler, die sich noch keine Sandplatz-Dynastie erobert haben, aber den Thron bereits anvisieren.
Die Punktwertung spricht Bände: Djokovic verteidigte im Vorjahr 1.000 Punkte, die er nun verschenkt. Damit rutscht er womöglich noch tiefer aus den Top Ten – ein Gedanke, der vor zwölf Monaten noch absurd gewirkt hätte.

Madrid rückt in den fokus
Die Mutua Madrid Open ab 22. April gelten als nächste Stufe. Djokovic triumphierte dort 2011, 2016 und 2019, doch selbst das spanische Pendant bietet keine Garantie auf ein Comeback. Sein Team schweigt, die Physios arbeiten, und die French-Open-Uhr tickt unerbittlich: Roland-Garros beginnt am 24. Mai.
Für die Organisatoren in Monaco bleibt ein fader Beigeschmack. Sie hatten Djokovic auf Plakaten, auf Social Media, in jedem zweiten Werbespot. Nun müssen sie das Narrativ umschreiben – und hoffen, dass Sinner oder Alcaraz die Lücke mit einem epischen Endspiel füllt.
Die Sandplatzsaison startet ohne ihren König. Ob Djokovic rechtzeitig zur Abstimmung zurückkehrt, entscheidet sich in den nächsten drei Wochen. Verpasst er auch Madrid, wird Paris zur Zitterpartie – und die Tenniswelt erneut Zeugin eines Machtvakuums, das keiner kommen sehen wollte.