Djokovic bleibt weg: monte carlo ohne seinen könig

Kein Novak Djokovic in Monte Carlo. Der Serbe sagt auch das dritte Masters des Jahres ab, und plötzlich wirkt der Spielplan wie ein Gemälde ohne Signatur.

Die Organisatoren des Rolex Monte-Carlo Masters bestätigten die Absage am Freitag knapp, ohne Details. Es reicht ein Blick auf die letzten Monate: Miami fehlte er wegen einer Schulter, vorher quälten ihn die Füße. Nach 13 Jahren ununterbrochenerTeilnahme bleibt dem 24-fachen Grand-Slam-Champion nur noch die Tribüne.

Das comeback rückt in weite ferne

Das comeback rückt in weite ferne

Djokovic wird im Mai 39. Er selbst sagt, sein Körper verhalte sich nicht mehr wie ein Servicemotor, sondern wie ein Oldtimer, der warm werden will. Die Konsequenz: Er konzentriert sich auf die vier Majors, alles andere ist optional. Seit zwei Jahren sieht man ihn nur noch in Etappen, kein Rhythmus, kein Sand zwischen den Zähnen, nur punktuelle Auftritte.

Monte Carlo war einst sein Revier. 2013 und 2015 hob er die Trophäe, damals noch mit Federer und Nadal im Feld. Heute fehlt das Trio, und die neue Generation – Alcaraz, Sinner, Rune – spielt bereits ohne die Last der Vergangenheit.

Die Frage ist nicht mehr, ob Djokovic zurückkommt, sondern wann er es muss. Die French Open beginnen am 25. Mai. Ohne Matchpraxis auf Sand droht ihm ein erneuter Start aus dem Stand. Die Uhr tickt lauter als je zuvor.