Carreño und llamas stürmen ins halbfinale von alicante
Zwei Spanier, zwei Comebacks, ein gemeinsames Ziel: Pablo Carreño und Pablo Llamas haben sich beim ATP Challenger 100 im C.T. Montemar in Alicante souverän ins Halbfinale gekämpft – und halten damit die Hoffnung auf ein rein spanisches Finale am Leben.
Carreño kämpft sich durch fast drei stunden tennis-qual
Es war kein schöner Sieg. Es war ein notwendiger. Carreño, der einst zur Weltspitze gehörte und danach monatelang wegen einer hartnäckigen Ellbogenverletzung kaum einen Schläger anfassen konnte, bezwang Pedro Martínez Portero nach 2:50 Stunden mit 6:4, 4:6 und 6:4. Der Valenciano ließ ihn nicht einfach davonkommen – beim Aufschlag zum Matchgewinn stand es plötzlich 15:40, zwei Breakbälle gegen den Asturier. Carreño blieb ruhig. Oder zumindest ruhig genug. Er schloss den Sack zu.
Der Kontext macht diesen Erfolg besonders wertvoll: Carreño hatte erst vergangene Woche in Murcia den Titel geholt und damit seinen Platz in den Top 100 der ATP-Weltrangliste gesichert. Wer glaubte, er würde nach diesem emotionalen Triumph einen Gang zurückschalten, hat sich geirrt. Der Mann ist hungrig.

Llamas: vom dique seco direkt in die halbfinals
Die andere spanische Geschichte des Abends schrieb Pablo Llamas. Der Andalusier, Challenger-Sieger von El Espinar 2024, war fast ein Jahr verletzt außer Gefecht – und spielt seit seiner Rückkehr, als hätte er die Zeit aufholen wollen, die ihm der Körper gestohlen hat. Gegen den litauischen Spanien-Residenten Edas Butvilas ließ er keine Zweifel aufkommen: 6:1 und 6:2, klar, kontrolliert, effizient. Llamas kommt nach einem Halbfinaleinzug beim Challenger in Teneriffa nach Alicante – die Form stimmt.

Safiullin und ofner komplettieren das halbfinale
Die anderen beiden Plätze gingen an Roman Safiullin, der Max Houkes mit 6:4 und 6:1 abfertigte, und an den gesetzten Nummer eins Sebastian Ofner, der sich gegen Marco Cecchinato mit 7:6 und 7:5 durchsetzte. Zwei knappe Sätze, aber Ofner ließ sich nicht beirren.
Die Halbfinalpaarungen stehen: Carreño gegen Ofner, Llamas gegen Safiullin. Wer beide Partien aus spanischer Sicht verfolgt, rechnet schnell nach – ein zweites rein spanisches Challenger-Finale in Folge wäre möglich. Nach Murcia nun Alicante. Der spanische Tennis-Sommer ist noch nicht vorbei.
