Dgsv sucht nachfolger für zimpelmann: deaf-boys brauchen neuen bundestrainer

Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband (DGSV) hat den Job rausgeschmissen. Kein Geringerer als der Bundestrainer der Deaf-Boys muss her, Nachfolger für Alex Zimpelmann. Die Stelle ist auf Honorarbasis ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist läuft bis 12. April 2026.

Die aufgaben sind klar: gold bei den deaflympics

„Wir wollen den erfolgreichen Weg fortführen“, sagt Benjamin Heese, Handballbeauftragter Männer im DGSV. Gemeint ist der Kurs, den Zimpelmann eingeschlagen hat: junge Spieler nach vorne bringen, Systeme schärfen, Videoanalyse bis ins Detail. Der künftige Coach übernimmt die komplette sportliche Leitung der Nationalmannschaft – von der Planung zentraler Lehrgänge bis zur Nominierung der Athleten für Welt- und Europameisterschaften.

Der DGSV zählt 14 Landesverbände, 26 Sportfachsparten und 15 Leistungskader. Er ist Mitglied im Internationalen Komitee der Gehörlosen und damit Teil des offiziellen IOC-Programms. Die Deaflympics finden alle vier Jahre statt, das nächste Mal 2025 in Tokio. Die deutschen Handballer wollen dort wieder um Gold mitspielen.

B-lizenz pflicht, gehörlos-erfahrung plus

B-lizenz pflicht, gehörlos-erfahrung plus

Gesucht wird eine „engagierte Trainerpersönlichkeit“ mit gültiger B-Lizenz im Leistungssport Handball – kann auch noch erworben werden. Ideal: mehrjährige Erfahrung im Männer-Leistungsbereich, mindestens Landesliga, besser Oberliga oder Regionalliga. Gefragt sind fundierte Kenntnisse in Trainings- und Wettkampfsteuerung, Technik und Taktik sowie Kompetenzen in Teamführung und Organisationsmanagement.

Englischkenntnisse sind Pflicht, Sensibilität für die Arbeit mit gehörlosen Sportlern ein Muss. Der neue Coach muss bereit sein zu Dienstreisen und zur engen Zusammenarbeit mit Ehrenamt und Hauptamt. Die Tätigkeit ist nicht festangestellt, wird nach Honorarordnung des DGSV abgerechnet.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen gehen an den DGSV, Adresse in der Ausschreibung. Die Deadline ist der 12. April 2026. Wer sich bewirbt, sollte wissen: Er tritt die Nachfolge eines Trainers an, der die Deaf-Boys auf ein Niveau gehoben hat, das sich sehen lassen kann. Die Latte liegt hoch – und die Zeit drängt.