Deutschland will gegen österreich im wm-quali-doppelpack punkten!

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft richtet am Dienstag in Nürnberg und am 18. April in Ried ihre Blick auf die WM-Qualifikation 2027. Nach zwei souveränen Siegen gegen Slowenien und Norwegen will das Team von Bundestrainer Christian Wück nun gegen den Nachbarn Österreich den nächsten Schritt in Richtung Brasilien machen. Die Atmosphäre verspricht Derby-Vibes – und Janina Minge warnt vor einer extrem harten Begegnung.

Vertrautheit und respekt: die dynamik im duell mit österreich

Viele Spielerinnen des DFB-Teams kennen ihre österreichischen Gegenspielerinnen bestens aus der Bundesliga. Diese Vertrautheit macht das bevorstehende Duell nicht einfacher, sondern umso intensiver. „Es werden zwei extrem harte Spiele“, prophezeit Janina Minge, eine der erfahrensten Kräfte im deutschen Kader. Die Erinnerungen an die Nations League-Spiele im letzten Jahr sind noch frisch: Ein klarer 4:1-Sieg und ein beeindruckendes 6:0 für die deutsche Auswahl. Doch die Qualifikation für die WM 2027 ist eine neue Herausforderung, und Österreich wird gewiss alles daran setzen, die Verhältnisse zu ändern.

Der Fokus der deutschen Mannschaft liegt klar auf der Tabellenführung. „Unser Ziel ist es, uns in der Tabelle vorne festzusetzen“, betont Minge. Die Vorbereitung im mittelfränkischen Herzogenaurach läuft nach Plan, und die Stimmung im Team ist bestens. Die Siege gegen Slowenien (5:0) und Norwegen (4:0) haben das Selbstvertrauen gestärkt.

Minge: vom debüt zur führungsspielerin

Minge: vom debüt zur führungsspielerin

Die 26-jährige Minge blickt auf eine beeindruckende Entwicklung in der Nationalmannschaft zurück. Ihr Debüt vor gut drei Jahren markierte den Beginn einer Karriere, die von Höhen und Tiefen geprägt war – von der WM im selben Jahr (ohne Einsatz) bis zur olympischen Bronzemedaille 2024 in Frankreich. Seit der Europameisterschaft im vergangenen Jahr zählt sie zu den Führungsspielerinnen im DFB-Kader. „Ich habe immer mehr Vertrauen in mich selbst bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, so Minge.

Besonders hervorzuheben ist Minge’s Vielseitigkeit. Als ausgebildete Polizistin bringt sie nicht nur Übersicht ins Spiel, sondern ist auch in der Lage, jede Position auf dem Feld zu bekleiden – von der Innenverteidigung über die Sechserposition und das offensive Mittelfeld bis hin zum Sturm. Ein kurzer, aber denkwürdiger Moment unterstreicht ihre Anpassungsfähigkeit: Als die etatmäßige Torhüterin Stina Johannes im Bundesligaspiel gegen Union Berlin die Rote Karte sah und das Wechselkontingent bereits erschöpft war, sprang Minge ein und bewies, dass sie auch zwischen den Pfosten bestehen kann. „Natürlich hoffen wir, dass es nicht wieder vorkommt, aber ich stehe jederzeit zur Verfügung. Jetzt kann ich wirklich von mir behaupten: Ich habe jede Position gespielt.“

Die Atmosphäre im Team ist von Harmonie und gegenseitigem Respekt geprägt. „Wir haben gar nicht so viele Themen, die hier in der Nationalmannschaft ernsthaft diskutiert werden. Es läuft bei uns, deshalb gibt es wenig zu meckern“, schmunzelt Minge. „Wir sind ein sehr harmonisches Team. Jede Spielerin kann etwas sagen. Wir sind alle extrem wichtig.“

Mit einer starken Leistung gegen Österreich kann die deutsche Frauen-Nationalmannschaft einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung WM 2027 machen und ihre Position in der Qualifikationsgruppe festigen. Die Derby-Vibes und die gewohnte Konkurrenz versprechen spannende und packende Spiele, die die Fans begeistern werden.