Deutsches frauenfußballteam kämpft um wm-ticket: soncin setzt auf mentale stärke

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft steht vor zwei entscheidenden Auswärtsspielen gegen Serbien und Dänemark. Der WM-Traum lebt, doch der Weg nach Brasilien 2027 ist steinig. Bundestrainerin Andrea Soncin fordert von ihrer Mannschaft absolute Konzentration und eine verbesserte Leistung im Vergleich zu den bisherigen Partien.

Ein neues kapitel im frauenfußball

Ein neues kapitel im frauenfußball

Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM 2023 und dem Rücktritt von Gabriele Gravina als Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC) lastet eine besondere Verantwortung auf Soncin und ihrem Team. Sie sehen die Herausforderung aber als Chance, ihr positives Momentum fortzusetzen und sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. "Das ist eine Gelegenheit für alle," betonte Soncin in der Pressekonferenz in Coverciano. "Die Aufmerksamkeit liegt auf uns, und wir sind bereit, zu zeigen, was wir können."

Die Ausgangslage in der Qualifikationsgruppe ist alles andere als komfortabel. Nach zwei Spielen stehen lediglich ein Punkt auf dem Konto, während Dänemark und Schweden mit jeweils vier Punkten die Tabelle anführen. Doch Soncin und ihr Team geben die Hoffnung nicht auf. Der Fokus liegt auf der mentalen Stärke und der Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen die Kontrolle zu behalten. "Wir haben in den letzten Wochen intensiv an der mentalen Vorbereitung gearbeitet," erklärte Soncin. "Es geht darum, in jedem Moment des Spiels präsent zu sein und unsere Leistung zu maximieren."

Ein starkes Team, ein offener Dialog. Soncin legt großen Wert auf eine offene Kommunikation mit ihren Spielerinnen und betont die Wichtigkeit des Zusammenhalts. Regelmäßige Gespräche und persönliche Kontakte sollen das Vertrauen stärken und die Motivation hochhalten. "Es geht nicht nur darum, auf dem Platz zu stehen, sondern auch darum, ein Team zu sein, das füreinander kämpft," so Soncin.

Die aktuelle Situation im italienischen Fußball, geprägt vom Rücktritt Gravinas, wird von der Bundestrainerin offen thematisiert. Sie bedankt sich für die Chance, die ihr Gravina gegeben hat, und betont die Notwendigkeit, den Blick nach vorne zu richten. "Unser Weg entwickelt sich weiter, und das verdanken wir auch den politischen Entscheidungen auf Bundesebene. Es bleibt noch viel zu tun, aber es gibt einen Aufwärtstrend."

Ob Andrea Soncin nach den beiden kommenden Spielen zufrieden sein wird? Wahrscheinlich nicht, wenn die Mannschaft nicht alles gibt. "Ich bin immer zufrieden, wenn ich sehe, dass die Mannschaft in die richtige Richtung geht. Diese Spiele können aber noch reicher an Erfolgserlebnissen sein, wenn wir die Punkte holen und unsere Qualifikationschancen wahren. Der Kampf um das WM-Ticket geht weiter!