Italienische frauen wollen wm-ticket: soncin setzt auf mentale stärke

Rom – Der Druck steigt, doch Andrea Soncin, Bundestrainerin der italienischen frauen-Nationalmannschaft, lässt sich nicht beirren. Mit Blick auf die entscheidenden WM-Qualifikationsspiele gegen Serbien und Dänemark in den kommenden Tagen betont sie die mentale Stärke ihrer Spielerinnen. Ein Ticket für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien ist das klare Ziel.

Ein anderer weg als bei den männern

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Während die Männer-Nationalmannschaft ihren eigenen Weg geht, fokussiert sich Soncin auf die positiven Entwicklungen im Frauenfußball. "Wir verstehen Verantwortung als Chance, unser positives Momentum fortzusetzen und unser Ziel näher zu rücken", erklärt sie in einer Pressekonferenz. Sie betont, dass das Team voll konzentriert sei und die Chance nutze, sich zu beweisen. „Wir wollen zeigen, dass wir eine bessere Version von uns selbst sind als in den ersten beiden Spielen.“

Die Ausgangslage in der Qualifikationsgruppe, in der Dänemark und Schweden aktuell die Nase vorn haben, ist alles andere als ideal. Nach zwei Spielen steht Italien lediglich ein Punkt zu Buche – ein Rückstand, den Soncin und ihr Team nun mit aller Kraft aufholen wollen. „Es war ein sehr intensives Trainingslager, in dem wir intensiv mit den Spielerinnen gearbeitet haben, insbesondere in Bezug auf die mentale Vorbereitung. Wir müssen lernen, Spiele besser zu kontrollieren und unsere Chancen konsequent zu nutzen.“

Ein Schlüssel zum Erfolg ist der Dialog. Soncin hält engen Kontakt zu ihren Spielerinnen, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb. „Es geht nicht nur darum, wo wir gerade sind, sondern auch darum, wie wir uns entwickeln. Wir haben den festen Willen, das Rennen um den Gruppensieg wieder aufnehmen.“

Die Abgänge Gabriele Gravinas vom Präsidentenposten des italienischen Fußballverbands werfen einen Schatten auf den Verband, doch Soncin blickt nach vorne. „Ich bin dankbar für die Chance, die mir Gravina gegeben hat. Es ist eine große Verantwortung, aber wir konzentrieren uns auf unser Spiel. Auch wenn wir Teil derselben Familie des italienischen Fußballs sind, müssen wir unsere eigenen Wege gehen.“

Sollte Italien die WM erreichen, wäre es eine Bestätigung der geleisteten Arbeit und ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Frauenfußballs im Land. Soncin selbst ist zufrieden, wenn sie sieht, dass das Team in die richtige Richtung geht. „Diese Spiele gegen Serbien und Dänemark können besonders intensiv sein, aber wir wollen jeden Moment nutzen und bis zum Schluss kämpfen.“