Mainz-torwart-poker: batz geht, rieß bleibt vorerst außen vor
Ein überraschender Wechsel beim 1. FSV Mainz 05: Daniel Batz, der im Herbst noch die Torwart-Situation im Team von Trainer Urs Fischer ordentlich durcheinandergebracht hatte, schließt sich Borusia Mönchengladbach an. Damit ist die Zukunft von Lasse Rieß, der eigentlich für eine Leihe in Betracht gezogen wurde, vorerst ungewiss. Robin Zentner festigt seinen Platz als Nummer eins im Mainzer Tor.
Batz' abgang: mehr geld und eine längere vertragsbindung
Die Entscheidung des 35-jährigen Batz, an die Mosel zu verlassen, ist offenbar finanzieller Natur. Laut Informationen des Kicker soll der Vertrag in Gladbach über die von Mainz 05 angebotenen zwei Jahre hinausgehen. Sportdirektor Niko Bungert bestätigte den Abschied: „Wir haben Gespräche mit ihm geführt. Vor einigen Tagen hat er uns darüber informiert, dass er ein anderes Angebot annehmen möchte. Es soll ein sehr guter Vertrag sein.“
Die Verpflichtung von Batz in Gladbach wirft ein neues Licht auf die Torwart-Situation in Mainz. Ursprünglich war eine Ausleihe von Lasse Rieß, dem jungen Eigengewächs, diskutiert worden, um ihm mehr Spielpraxis zu ermöglichen. Dieser Plan scheint nun jedoch vom Tisch zu sein.
Bungert betonte die Leistung von Rieß: „In einer Phase, in der unglaublich viel Druck herrschte, hat er es sehr gut gemacht.“ Er zeigte sich weiterhin überzeugt von dem 24-Jährigen: „Lasse war als klare Nummer zwei in die Saison gegangen. Er stand auf dem Platz, als die gesamte Mannschaft nicht so funktioniert hat. Nichtsdestotrotz hat er in der Vergangenheit schon gute Bundesliga-Spiele gemacht. Wir sind völlig überzeugt von ihm.“

Zentners rückkehr und die rolle von rieß
Robin Zentner, der etatmäßige Torwart des FSV Mainz 05, bleibt unangefochten die Nummer eins. Nach einer Phase, in der Batz aufgrund einer roten Karte von Zentner kurzzeitig den Vorzug erhalten hatte, kehrte der Däne schnell wieder ins Tor zurück. Das 0:4 gegen Freiburg unter Bo Henriksen markierte das Ende dieser kurzlebigen Ära.
Die Verpflichtung eines weiteren Ersatztorwarts scheint derzeit nicht in Planung zu sein. Bungert gab an, dass man „unsere Gedanken schweifen lassen“ werde, um eine „gute Lösung“ zu finden. Die Entscheidung für Zentner als Nummer eins und die vorerstige Nicht-Verpflichtung eines weiteren Torwarts zeigt, dass der Verein auf die vorhandenen Kräfte setzt, auch wenn die Situation für Rieß nicht ideal ist.
Die Torwart-Historie in Mainz in den letzten Monaten liest sich wie ein Wechselbad der Gefühle: Batz' kurzzeitiger Aufstieg, Zentners Rückkehr, Rieß' Rolle als Nummer drei. Am Ende bleibt die Feststellung, dass der Konkurrenzkampf im Tor weiterhin intensiv sein wird, und dass die Entscheidung von Daniel Batz die Karten für alle Beteiligten neu gemischt hat. Die Frage ist: Kann Lasse Rieß seine Chance nutzen, wenn sich die Gelegenheit bietet?
