Wolfsburg schnappt sich punkt – reicht’s für die rettung?
Ein müdes 1:1 gegen Freiburg lässt die Wölfe zumindest kurzzeitig aufatmen. Doch der Blick auf die Tabelle ist ernüchternd: Der Abstiegskampf ist noch lange nicht entschieden. Patrick Wimmer sprach nach dem Spiel von „Endspielen“ – und das ist mehr als nur ein schöner Begriff.

Die tabelle lügt nicht – aber sie ist auch nicht alles
Sechs Punkte Rückstand auf Werder Bremen sind eine erhebliche Bürde. Wolfsburg kletterte zwar dank des Remis auf den Relegationsrang, doch die Konkurrenz schläft nicht. Die Leistung gegen Freiburg war in Ordnung, aber reicht sie aus, um die beiden „Endspiele“ gegen Bayern und Hamburg zu gewinnen? Dieter Hecking schien nach seinem 450. Bundesliga-Spiel als Coach ebenfalls nicht ganz überzeugt: „Ich habe ein gutes Gefühl, was die Leistung angeht – mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden.“
Konstantinos Koulierakis brachte die Wölfe in Führung, Philipp Lienhart gelang nur wenige Minuten später der Ausgleich. Ein typisches Bundesliga-Spiel also, in dem jeder Punkt hart erkämpft werden muss. Dzenan Pejcinovic stimmte zu: „Ich bin ehrlich gesagt zufrieden mit dem Punkt.“ Die bessere Tordifferenz gegenüber Hamburg gibt Wolfsburg einen kleinen Vorteil mit in die entscheidenden Wochen.
Die Wahrheit ist: Wolfsburg braucht jetzt Wunder. Die Chance auf einen direkten Klassenerhalt ist minimal, aber die Relegation ist noch erreichbar. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Wölfe die mentale Stärke besitzen, um unter Druck zu performen. Denn eines ist klar: Wer sich jetzt schon geschlagen gibt, hat den Abstiegskampf bereits verloren.
Die Bundesliga-Tabelle im Überblick zeigt deutlich die Brisanz der Situation. Während Schalke 04 nach dem Aufstieg im Rauch steht, taumelt St. Pauli dem Abstieg entgegen. Die Spannung ist kaum auszuhalten. Die Wölfe müssen sich jetzt auf die Bayern konzentrieren, aber das Duell mit Hamburg wird mindestens genauso wichtig sein.
