Demichelis explodiert: „kümmer dich um deinen kram!“

Martin Demichelis hat sich gerade erst auf der Insel vorgestellt, da knallt es schon. Nach der 1:2-Schlappe gegen Elche raste der frische RCD-Mallorca-Coach vor der Presse aus, beschimpfte einen Radiomann und kündigte interne Sauberkeit an.

Der funken, der das fass zum überlaufen brachte

Der Argentinier wollte eigentlich über die erneute Pleite nach Führung reden, doch als Fibwi-Journalist Juanmi Sánchez nach der Stimmung in der Kabine fragte, platzte Demichelis der Kragen: „Kümmer dich um deinen Kram.“ Ein Satz, der sofort durch die spanischen Medien rauschte und die Bilder der Pressekonferenz viral werden ließ.

Der 42-Jährige legte nach: „Ich bin ein direkter Typ. Nach so einer Niederlage läuft keine Musik, niemand macht Party.“ Doch der eigentliche Grund für seine Wut steckte tiefer. Offenbar hatte Sánchez vor dem Spiel einen Mallorca-Spieler kontaktiert und ihm geschrieben, er stehe nicht in der Startelf. Demichelis fühlte sich hintergangen: „Nicht mal meine Co-Trainer wussten die Aufstellung. Die habe ich erst in der Kabine verraten.“

Statt siegesserien nur stolperstart

Statt siegesserien nur stolperstart

Die Zahlen sind hart: zwei Spiele, zwei Führungen, zwei Niederlagen. Die verspielte 2:0-Halbzeitführung gegen Osasuna war erst der Auftakt, das 1:2 gegen Elche gestern der nächste Dämpfer. Demichelis stand sichtlich mit dem Rücken zur Wand, als er betonte: „Du störst meine Spieler, die sich verunsichern lassen.“

Mit nur neun Monaten Cheftrainer-Erfahrung in Mexiko soll er nun den abstiegsbedrohten Klub retten. Die Lösung: härtere Kontrolle, verschlossene Kabine, keine Leaks. Doch das nächste Brett wartet schon. Nach der Länderspielpause empfängt Mallorca im Son Moix Real Madrid. Kein Zeitpunkt für Zögern, keine Geduld für zweite Fehlstarts.

Demichelis hat sich entschieden: Entweder er zieht die Reißleine und bewahrt seine Mannschaft vor der Außendarstellung – oder das nächste „Kümmer dich um deinen Kram“ richtet sich an die eigene Defensive. Die Uhr tickt, die Punkte fehlen, und die Liga verzeiht kein weiteres Ausraster.