De larrea schreibt krimi: letzte sekunde, zwei freiwürfe, sieg gegen olympiakos

Sergio De Larrea stand 2,9 Sekunden vor Ende noch am Rand, dann war er Mittelpunkt des Gipfels. Valencia Basket besiegt Olympiakos Piräus 85:84 – weil ein Ersatzmann Kälte zeigte, die Stars vermissen ließen.

Montero fällt aus, pedro martínez braucht einen helden

Der Dominikaner Jean Montero, sonst sicher von der Linie, humpelte nach hartem Kontakt zur Bank. Pedro Martínez hatte die Wahl zwischen Josep Puerto und De Larrea. „Die Jungs schrien: ‚Larry ist der beste Werfer, lass Larry treten!‘ Ich habe gezögert, dann Vertrauen verspürt“, sagt der Coach. Die Entscheidung wurde zur Wegmarke.

De Larrea hatte in 18 Minuten zuvor 0 Punkte, dafür ein vermasseltes Foul. „Ich war erstaunt, dass mein Name fiel. Dann nur noch Atemzüge zählen, nicht den Rückstand von 84:83, nicht die Uhr“, erzählt der 25-Jährige. Er versenkt beide Würfe, das Pavillon tobt, Olympiakos’ letzter Versuch prallt an der Glocke ab.

Die kleinen zahlen entscheiden großes

Die kleinen zahlen entscheiden großes

Die Siegquote der Spanien in der EuroLeague klettert auf 12:10, sie halten Playoff-Kurs. Die Griechen verschenken nach 17. Januar-Erfolgen erstmals wieder eine Führung im vierten Viertel. Georgios Bartzokas hadert: „Wir lassen zwei Freiwürfe zu, nach eigenem Dreier. Das ist keine Taktik, das ist Selbstmord.“

Valencia dominiert das Brett 37:30, doch 19 Ballverluste halten das Spiel offen. Bojan Dubljevic wird mit 35 EuroLeague-Einsätzen Rekordmann im Klub, seine 17 Punkte wirken wie ein Bonus.

Verletzungsdramatik um montero

Verletzungsdramatik um montero

Montero zog sich eine Handprellung zu – dieselbe, die ihn Anfang Saison schon zur Operation zwang. „Er konnte den Ball kaum halten“, sagt Martínez. Ob der Guard in Vitoria mitreist, bleibt offen. Ohne ihn bröckelt die Rotation, zumal Chris Jones wegen Fersenproblemen nur 14 Minuten standhielt.

Puerto zeigt Sportsgeist: „Natürlich wollte ich werfen. Aber Larry hat getroffen, deshalb haben wir alle gewonnen.“ In der Kabine tost Applaus, De Larrea versteckt sich nicht. „Ich habe nur meinen Job gemacht. Der Job, für den wir jeden Tag schwitzen.“

Valencia zieht mit dem Selbstvertrauen eines Last-Second-Siegers nach Baskinien – und mit dem Wissen, dass selbst Bankspieler hier plötzlich Könige sein können.