De bruyne zieht sich nach 14 spielen zurück – napoli plant den abgang
Kevin de Bruyne hat in Neapel keine 200 Tage überstanden. Nach 14 Einsätzen, vier Monaten Muskelbeschwerden und einem erneuten Rückschlag am Beinbeuger steht der 34-Jährige laut Calciomercato vor dem Aus. Sommer 2026, so plant der Klub, soll die Trennung folgen – ein Jahr, bevor der Vertrag eigentlich endet.
Die serie a frisst ihn auf
Die Rechnung war simpel: Mittelmeerklima, weniger Tempo als in der Premier League, dafür mehr Raum für seine Pässe. Doch genau diese Geschwindigkeit hat ihn eingeholt. Schon beim 2:2 gegen Inter zog sich de Bruyne im Oktober den dritten hinteren Oberschenkelabriss seiner Karriere zu. Seither fehlte er in 30 Pflichtspielen. Die medizinische Abteilung rechnet intern mit Wiederholungen – ein Risiko, das Sportdirektor Giovanni Manna nicht mehr tragen will.
Die Folge: Ein vorzeitiger Verkauf, um noch eine Ablöse zu kassieren. Die Saudis liegen laut Insidern bereits bei 25 Millionen Euro, die MLS-Klubs Portland und LA Galaxy haben Anfragen eingereicht, die aber nur 60 Prozent des Gehalts decken würden. De Bruyne kostet Napoli jährlich 14 Millionen Euro brutto – ein Luxus, den der neue Eigentümer Orlando ihm nicht länger finanzieren will.

Die karriere endet im sandsack
Für de Bruyne ist der mögliche Abschied kein Rückschritt, sondern eine Rettung. In Manchester war er noch der Spielmacher, der mit 99 Assists die meisten Vorlagen der Klubgeschichte schreibt. In Neapel wurde er zum Patienten, der nach jedem Sprint ins Fitnessstudio humpelt. Die saudi-arabische Pro League verspricht weniger Laufleistung, dafür mehr Werbegagen und ein Salär, das seine Altersvorsorge auf fünf Generationen streckt.
Die Ironie: Vor zwölf Monaten sagte er, Italien sei „die letzte echte Herausforderung“. Jetzt schickt ihn dieselbe Liga in den Ruhestand. Napoli wird im Sommer einen neuen Mittelfeldspieler verpflichten – und de Bruyne wird in Riad oder Los Angeles seine Knie einölen. Die Legende lebt, aber nur noch unter Palmen.
