Davos schlägt zsc lions: knak trifft – baltisberger hadert!
Ein Paukenschlag im ersten Halbfinale der Playoffs: Der HC Davos hat die ZSC Lions mit 4:2 bezwungen und damit eine überraschende Ausgangslage geschaffen. Während die Bündner ihre längeren Überstunden-Qualitäten unter Beweis stellten, nagt die Enttäuschung bei den Lions, insbesondere beim Routinier Chris Baltisberger.
Knak trifft gegen zukünftigen arbeitgeber – und kritisiert
Der Matchwinner des Abends war zweifellos Simon Knak, dessen Treffer zum 3:2 die Entscheidung brachte – ironischerweise gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber, die ZSC Lions. Doch der Stürmer zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch. „Es darf eigentlich nicht passieren, dass wir eine 2:0-Führung so leicht wieder hergeben“, analysierte Knak bei MySports. Das Momentum schien verloren, doch Davos bewies Moral und konnte im Schlussabschnitt zurückschlagen. Knak betonte aber auch, dass noch Luft nach oben ist, insbesondere im Bereich Disziplin: „Wir müssen aufhören, dumme Strafen zu nehmen. Die ZSC Lions haben ein exzellentes Powerplay, und wir müssen unsere Turnover in der Offensivzone abstellen.“

Baltisberger: „ein bisschen ungenaue pässe“
Auf der Gegenseite herrschte Ernüchterung. Chris Baltisberger brachte die Lions zwar mit einem Doppelpack zurück ins Spiel, doch die verpasste Chance, die Partie im dritten Drittel komplett zu drehen, lastet schwer auf ihm. „Ich hatte das Gefühl, dass ein paar Pässe nicht ganz saßen und sich die Beine nicht so gut bewegt haben“, gestand Baltisberger bei MySports. Die Lions schafften es zwar, Chancen zu kreieren, doch die fehlende Kaltschnäuzigkeit wurde zum Verhängnis.
Das Spiel offenbarte Schwächen in der Effizienz der Zürcher, die sich nun eingestehen müssen, dass sie an der eigenen Nase ziehen müssen. Die Davoser präsentierten sich als ein Team mit enormer Power und Selbstvertrauen. Doch die Lions sind gewarnt und wissen, dass sie sich noch deutlich steigern müssen, um im nächsten Duell am Montag bestehen zu können. Die kleinen Details werden entscheidend sein.
Die Partie hat gezeigt, dass die Playoffs noch lange nicht entschieden sind, und Davos hat eine klare Botschaft an die Liga gesendet: Man darf sie nicht unterschätzen.