David móré flüchtet aus der lions-höhle und zieht an die wartburg

Der ThSV Eisenach hat sich mit einem Paukenschlag die Dienste von David Móré gesichert. Der 22-jährige Linksaußen verlässt Rhein-Neckar, wo er seit fünf Jahren nur Nebenrollen spielte, und unterschreibt bis 2028 beim abstiegsbedrohten Aufsteiger.

Sebastian hinze holt seinen schützling

Sebastian hinze holt seinen schützling

Die Verpflichtung ist Programm: Eisenachs Trainer Sebastian Hinze kennt Móré aus gemeinsamen Zeiten in Mannheim, schätzt seine Schnelligkeit und die Treffsicherheit aus dem Rückraum. 224 Treffer in 106 Liga-Einsätzen – das ist keine Rekordmarke, aber eine Ansage. „Ich habe David damals als Rohdiamanten gesehen, heute ist er ein geschliffener Bundesliga-Profi“, sagt Hinze.

Der Wechsel ist ein Wagnis für beide Seiten. Eisenach steht mit nur zwei Auswärtssiegen am Tabellenende, die Kasse ist angespannt, und trotzdem investiert der Klub in jene Zukunft, die er seit Jahren predigt. Móré bekommt endlich das Versprechen auf Stammeinsätze, das ihm bei den Löwen nie ausgesprochen wurde.

Intern werten einige Scouts den Transfer als Lehrstück für moderne Personalplanung: Weg vom Short-Line-Gedanken, hin zu langfristiger Identifikation. Móré selbst will vor Ort nicht nur Tore schießen, sondern auch die jungen Talente im Verein coachen – ein Nebenjob, den sich viele Bundesliga-Stars neuerdings aufhalsen.

Die Fans reagierten innerhalb von Minuten: Die offizielle Instagram-Story des ThSV wurde mit Feuer-Emojis geflutet, season-ticket-Vorverkäufe legten um 14 Prozent zu. Ein Tag, der in Eisenach als kleiner Sieg gegen den Abstiegsstress gilt.

Wenn die Halle an der Wartburg im September wieder platzt, steht Móré nicht mehr im Schatten von superstars wie Gíslaþón oder Nielsen. Dann zählt nur sein linker Wurf – und die Frage, ob Eisenach mit ihm tatsächlich den Klassenerhalt packt. Die Antwort kommt live, keine Retuschen mehr nötig.