Cottbus kassiert debakel in aachen – wollitz rastet nach 1:4 ein
Energie Cottbus hat am Freitagabend die erste Schlappe des Jahres 2026 kassiert – und wie. Beim 1:4 in Aachen sprach Claus-Dieter Wollitz von „selten dämlich“, seine Spieler von einer „Außenseiterchance“, die plötzlich wieder zur Zitterpartie wird. Die Lausitzer hatten zuvor zehn Ligaspiele in Serie nicht verloren, nun droht der Anschluss an MSV Duisburg.
Wollitz hatte vor der pause gewarnt – vergeblich
Der Coach hatte in der Kabine genau jene Standards und Umschaltmomente angesprochen, die seine Mannschaft dann prompt kassierte. Zweimal nach Ecken, zweimal nach Kontern schlug Alemannia Aachen zu. Während Tolcay Cigerci noch den Pfosten traf und Manuel Riemann parierte, nutzten die Hausherren jeden Zweikampf, um den Schneid abzukaufen. „Die Servicespieler der Aachener waren einfach besser als unsere“, sagte Wollitz, ohne den Blick vom Boden zu heben.
Die Höhe der Niederlage könnte am Ende der Saison wegen der Tordifferenz brenzen. „In der Endphase wollen wir nicht 1:4 verlieren, das ist zu hoch“, motzte Dominik Pelivan, dessen Team in der Schlussphase sogar noch das 1:5 hätte kassieren können. Merveille Biankadi erzielte zwar den Ehrentreffer, doch die Ordnung war längst verloren.

Nun droht der rückfall ins getümmel
Mit neun Spielen und acht Tagen Pause vor dem Heimspiel gegen SSV Ulm bleibt wenig Zeit, die Hausaufgaben zu erledigen. Wollitz hatte sie schon vor Wochen aufgestellt – doch die Lösungen stehen noch aus. Sollte Duisburg am Samstag in Rostock gewinnen, rückt die Konkurrenz auf einen Punkt heran. Dann war die Serie nur ein hübscher Zwischensprint, kein Aufstiegsgarant.
Die Lausitzer müssen nun beweisen, dass sie nicht nur ungeschlagen, sondern auch unbeirrbar sind. Ansonsten bleibt vom Traum der 2. Liga nur der Satz übrig, den Wollitz nach dem Abpfiff noch durch die Nacht schleudete: „Dann putzt man den Mund ab – und dann geht es weiter.“ Ob mit oder ohne Zahnschmerzen, wird sich am 34. Spieltag zeigen.
