Musiala-trauma: bayern verpasst finale – kahn schaltet ein!
München – Jamal Musiala hat erneut eine bittere Niederlage erlebt. Im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain blieb der 23-Jährige weit hinter den Erwartungen zurück, während die Erinnerung an seine frühere Verletzung immer wieder aufkeimte. Ein Finale in Wembley? Für Bayern ist es ein Traum, der geplatzt ist.
Die geister von paris und doha
Zehn Monate sind vergangen, seit Musiala sich bei der Klub-WM gegen die Franzosen schwer verletzte – ein Moment, der offenbar tiefe Spuren hinterlassen hat. Auch im Rückspiel in der Allianz Arena wirkte der Spielmacher verloren, kaum ansprechbar für seine Mitspieler. Das frühe Tor von Ousmane Dembélé (3. Minute) und das späte Ausgleichstor von Harry Kane (90.+4 Minute) reichten nicht aus, um das 4:5 aus dem Hinspiel wettzumachen. PSG ist im Finale.
Musiala wirkte blass: Obwohl er hinter Kane agierte und als Verbindungsspieler fungieren sollte, blieb er im Spielgeschehen oft im Hintergrund. Seine wenigen Abschlussversuche (42., 44.) wurden von Matvei Safonov souverän pariert. In Zweikämpfen wirkte er zu leicht, seine Aktionen zu vorhersehbar – ein deutlicher Kontrast zu den auffälligen Leistungen von Michael Olise und Luis Díaz auf der Gegenseite. Schon im Hinspiel war er kaum in Erscheinung getreten.

Die formsuche und die sprunggelenk-problematik
Seit seinem Comeback Anfang Januar arbeitet sich Musiala Schritt für Schritt zurück, doch der Rhythmus und die Explosivität fehlen ihm offensichtlich. Fünf Tore und sechs Assists in elf Spielen mögen beeindruckend klingen, doch sein Einfluss auf das Bayern-Spiel ist nicht mehr der von einst. Die erneute Problematik am Sprunggelenk im März, die ihn zudem eine Rückkehr in die Nationalmannschaft kostete, wirft weitere Fragen auf.
Die Diskussionen um Musialas Form und seine WM-Tauglichkeit werden dadurch weiter angeheizt. Oliver Kahn, der ehemalige Bayern-Kapitän, hatte in der vergangenen Woche bei Sky sogar eine mögliche WM-Teilnahme Musialas infrage gestellt, bevor er seine Aussage relativierte. Die Wahrheit ist: Gegen PSG verpasste Musiala eine weitere Chance, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen.
Ein bitteres Aus für den jungen Star: Musiala blieb erneut ein namenloser Statist in einem europäischen Drama. Sein Trauma gegen französische Mannschaften scheint sich fortzusetzen, was die Frage aufwirft, ob er jemals wieder zu seiner vorherigen Form finden wird. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.
