Cottbus droht der nächste kollaps: elf tore in sieben spielen – der aufstieg rutscht weg

Die Lunge der Lausitzer brennt. Nach dem 1:1 gegen den Abstiegskandidaten Ulm hat Energie Cottbus nur noch zwei Siege aus den letzten acht Partien – und damit Platz fünf, sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Osnabrück. Die Relegation rückt in weite Ferne, das Déjà-vu der verpatzten Vorsaison wird zur realen Bedrohung.

Die tore sind weg – und mit ihnen die souveränität

Erik Engelhardt und Tolcay Cigerci, einst das gefährlichste Duo der 3. Liga, schossen 2026 zusammen gerade einmal zwei Treffer. Kein Zufall, dass Cottbus seit Januar nur neun Punkte holte. Die Kurve zeigt steil nach unten, weil das Umschaltspiel zu langsam, die Ideen zu spärlich, die Nerven zu blank sind. Claus-Dieter Wollitz redet von „befreitem Spiel“, doch seine Mannschaft wirkt, als würde sie mit Handbremse gegen die Wand fahren.

Die Angst sitzt tief. Schon wieder. Vor zwölf Monaten verpasste Cottbus den Aufstieg in der Schlussphase, weil die Kräfte und die Klarheit fehlten. Jetzt droht die Wiederholung – nur härter. Mit 1860 München, Osnabrück, Essen und Duisburg warten vier Top-Gegner im Restprogramm, dazu Auswärtsspiele in Regensburg und Wiesbaden. 24 Punkte sind noch zu verteilen, doch selbst das Maximum würde nicht garantieren, dass der FCE die Relegation noch erreicht.

Die länderspielpause kommt zur rechten stunde – oder wird zur falle

Die länderspielpause kommt zur rechten stunde – oder wird zur falle

Wollitz hat 14 Tage, um die Handbremse zu lösen. „Ich habe bisher ganz oft die richtigen Knöpfe gefunden“, sagt er – und muss sie jetzt erneuern, sonst wird der Knopf zum Knoops: die zweite Saison in Folge ohne Aufstieg. Die Spieler erwartet ein Kompaktcamp, kein Urlaub. Wer bis 16. Mai in Regensburg nicht liefert, darf sich auf Drittliga-Gehaltsstufe 2027 einstellen.

Die Relegation? Theoretisch noch möglich. Realistisch wird der Gegner dort wohl Kiel, Hannover oder gar der HSV sein – Klubs, die Cottbus in der aktuellen Verfassung nicht das Wasser reichen würden. Die Saison ist noch nicht verloren, aber die Luft wird dünner. Wenn Engelhardt und Cigerci nicht wieder treffen, trifft Cottbus wieder auf die Realität: draußen vor den Toren der 2. Bundesliga.