Champions-league-viertelfinale der frauen liefert madrid-derbi – 14 u12-kicks in brunete

Kein Bundesliga-Wochenende? Egal. Der Ball rollt weiter – und wie. Madrid und Barcelona treffen im Frauen-Viertelfinale der Champions League aufeinander, in Brunete kicken 16 Talente-Teams und zwischen Astana und Windhuk testet eine Nationalmannschaft ihr neues System. Mittwoch, 25. März, lautet das Stichwort.

Clásico mit k.o.-charakter

18.45 Uhr, Centro Deportivo Teresa Rivero: Real Madrid Femenino empfängt den FC Barcelona. Die Königinnen haben in der Liga 0:4 und 1:5 verloren – jetzt steht die Saison auf dem Spiel. Trainer Alberto Toril setzt auf Weir und Linda Caicedo, Barça bringt Walsh, Rolfö und Paralluelo. Wer scheidet, fliegt raus aus dem Wettbewerb, der letzte Sieg des Titels. Kein Rückspiel-Gedöns, direkt Entscheidung.

21.00 Uhr folgt in Manchester das zweite Viertelfinale: United gegen Bayern. Die Münchnerinnen reisen ohne Lea Schüller, dafür mit Stanway und Rall. Marc Skinner will mit der Rothosen-Angstgegnerin aufräumen – ein Sieg würde United erstmals ins Halbfinale führen.

U12-turnier mit globalem line-up

U12-turnier mit globalem line-up

Parallel dazu rollt in Brunete die zweite Auflage von LALIGA Futures. 14 Spiele an einem Tag, Taktik-Module statt Torschreien: Atlético remis gegen Betis, Leverkusen kassiert von PSG zwei Gegentreffer, Boca kassiert sechs von Palmeiras. Die deutsche Hoffnung Bayer Leverkusen trifft um 16.30 Uhr auf Inter Mailand – ein Blick auf die Seleção-Technik, bevor es nach Köln zurückgeht.

Die Kids spielen auf verkürztem Feld, 2×20 Minuten, keine Abseits-Falle. Scouts von Ajax, River und Arsenal sitzt in der Haupttribüne und notiert: Ballannahme unter Druck, Übersicht, Laufbereitschaft. Für viele Eltern ist das der erste Kontakt mit europäischem Klub-Fußball – und für manchen Zwölfjährigen der erste Stempel im Pass.

Testspiel in nur-sultan

Testspiel in nur-sultan

Um 13.00 Uhr Ortszeit empfangen die Kasachen Namibia. Für beide Teams ist es das erste Länderspiel der März-FIFA-Periode. Coach Magomed Adiyev probiert ein 3-4-3 und will die Defensive stabilisieren, die Afrikaner setzen auf Konter um den schnellen Shalulile. Kein TV-Signal, nur Liveticker – trotzdem: Punkte für den Weltranglisten-Koeffizienten winken.

Die Botschaft ist klar: Auch ohne Bundesliga-Tempo dreht sich nichts langsamer. Im Gegenteil: Wer heute die Frauen-Champions-League ignoriert, verpasst den vielleicht spektakulärsten Clásico des Jahres. Und wer die U12-Ergebnisse ausblendet, übersieht die Stars von morgen. Ich bleibe dran – und berichte, wenn der erste Elfmeter fällt oder der erste Zwölfjährige einen Rabona trifft.