Jock clear zerreißt aston martin: „2026 keine rettung in sicht“
36 Jahre am Limit, jetzt redet er ohne Bremse. Jock Clear, frisch aus der Formel-1-Pension, liefert in einem Interview mit Ignition Casino ein vernichtendes Urteil über Aston Martin – und stichelt dabei heimlich gegen Fernando Alonso.
Der Brite war dabei, als Michael Schumacher seine ersten Titel feierte, als Lewis Hamilton bei Mercedes zur Ikone wurde. Jetzt sieht er, wie Adrian Neweys Traumteam in der Wüste von Bahrain versinkt. „Aston wird die Probleme erst 2027 lösen“, sagt er knapp. „Wir reden hier nicht über einen Abtriebssensor, sondern über ein Grunddesign-Debakel.“
Warum honda nicht allein schuld ist
Die große Erzählung nach den Testtagen: Der neue Honda-Motor sei schwach. Clear wischt das beiseite. „Wenn es nur 100 PS wären, würde Newey das in zwei Wochen kompensieren.“ Er kennt den Aerodynamik-Guru noch aus gemeinsamen Williams-Tagen, als Ayrton Senna die FW16 durch die Kurven peitschte. „Adrian kann aus einem schlechten Auto ein halbwegs brauchbares machen. Dass er es diesmal nicht schafft, zeigt: Die Baumkrankheit sitzt tiefer.“
Clear deutet an, dass das 2026er-Chassis an zwei Fronten versagt: mechanische Grip-Löcher und ein aerodynamisches Leck, das sich nicht mit Flügel-Tricks flicken lässt. „Die Jungs in Silverstone haben ein Jahr verloren, weil sie zu lange an der falschen Stelle gesucht haben.“

Alonso? „nicht mein typ retter“
Dann kommt der Seitenhieb gegen Fernando Alonso. Clear und der Spanier kreuzten in 25 Jahren keine zwei Sätze. „Ich habe ihn nie gesprochen, er war nie in meinem Engineering-Raum“, sagt Clear mit einem Schulterzucken, das man durch den Bildschirm spürt. „Er ist ein Genie am Lenkrad, aber kein Entwickler. Wenn ich einen Piloten bräuchte, der ein Auto von Grund auf umbaut, würde ich nicht zu ihm gehen.“
Die Formulierung ist so kühl, dass sie brummt. Kein Hass, nur nüchterne Einschätzung eines Mannes, der weiß: Alonso kann eine schlechte Maschine schneller fahren, aber nicht gesünder machen. „Dafür braucht es Zeit, Geld und Ingenieure – nicht Heldenfahrten.“
Clear sieht kein Happy-End für 2026. „Selbst wenn Honda morgen 80 PS findet, fehlt noch ein halbes Jahr, um das Chassis in die richtige Fensterbreite zu bekommen.“ Die Saison wird für Aston Martin zur Schadensbegrenzung. „Und für Alonso zur letzten Chance, bevor die Jungs von 2027 die nächste Generation einfahren.“
Für Fans, die auf einen Newey-Meisterplan hoffen, bleibt nur ein Trost: In der Formel 1 kann ein Winter alles ändern – aber dieser Winter kommt erst 2027.
