Celtics schreiben playoff-geschichte: 50 siege, tatum-show und browns spott
Elf Monate nach dem Achillessehnenriss von Jayson Tatum haben die Boston Celtics die Playoffs schon jetzt gebucht. Die 114:99-Sensation gegen Charlotte Hornets war nicht einfach Sieg Nummer 50 – es war die mit Abstand lauteste Antwort auf alle, die von einem «Übergangsjahr» faselten.
50 Siege in einem «übergangsjahr» – brown lacht per tweet
Jaylen Brown brauchte nach dem Schlusspfiff nur fünf Worte, um die Saison-Vorhersagen zu pulverisieren: «50 wins in a transition year», postete er auf X und packte ein Emoji dazu, das grinst, bis die Pixel brennen. Die Celtics stehen damit als erste Mannschaft der Eastern Conference fest in den Playoffs, 50-24-Bilanz, nur vier Siege hinter den Spitzenreitern Detroit Pistons. Die Franchise mit den meisten Titeln der NBA zeigt: Verletzungssorgen hin, Alterungskurven her – System und Tiefe zählen.
Tatum war nicht einfach zurück, er war zurück mit Vendetta: 32 Punkte, 8 Assists, 5/10 Dreier, Plus-15, wenn er auf dem Parkett stand. Nach dem Spiel sagte er knapp: «Ich hasse Erklärungen. Ich spiele Basketball.» Mehr war nicht nötig. Neben ihm lieferte Payton Pritchard mit 28 Punkten eine Shooting-Klinik, Neemias Queta kontrollierte die Zone (17 Punkte, 8 Rebounds) und ließ Charlotte-Coach Steve Clifford die Arme sinken: «Wenn die Bank so trifft, kannst du nur applaudieren.»

Der osten bebt: knicks kommen, celtics fliegen
New York liegt nur 2,5 Spiele zurück, doch Boston hat den Vorteil direkter Duelle und die Form. In den letzten zehn Spielen: 8-2-Bilanz, Offensive auf Playoff-Niveau, Defensive mit 105,8 Punkten pro 100 Possessions – das ist Top-3-Liga. Die Celtics haben nicht nur das Ticket, sie haben die Chemie, und sie haben Tatum in Playoff-Form, bevor die Postseason überhaupt losgeht.
Für Charlotte bleibt die Erkenntnis, dass ein LaMelo Ball mit 25 Punkten und 11 Assists nicht reicht, wenn der Gegner aus der zweiten Reihe trifft wie aus dem Training. Die Hornets rutschen auf 18-56 ab, die Lotterie ruft, Boston dagegen jagt den zweiten Platz und damit Heimvorteil in Runde eins.
Mit 18 Spielen bis zum Ende der Regular Season haben die Celtics nur noch eine Frage: Wie hoch wollen sie fliegen? Die Antwort liegt in Tatum sprichwörtlich schwer verletztem Bein – und derzeit sieht das Bein brandgefährlich aus.
