Hugo duro spuckt auf madrid und liebt valencia bis zum letzten tor
Hugo Duro schießt sich mit sieben Worten vom Madrider Auswurf zum Nationalstürmer Nummer eins: „Weil Madrid mich nicht wollte, bin ich hier.“ Punkt. Keine Träne, kein Schulterschluss mit den Galaktischen, sondern ein Schlag ins Gesicht des Klubs, der ihn aussortierte.

Duro erzählt, warum er valencia nie mehr verlassen will
Die Zahlen sprechen ohne Rücksicht: 13, 12 und bisher 11 Liga-Tore in drei Spielzeiten, obwohl Valencia seit Jahren mit dem Abstieg hadert. Während andere Angreifer ertrinken, schwimmt Duro – und zieht das ganze Team hinter sich her. „Doppelte Einstelligkeit trotz Chaos“ lautet intern die Devise, und er liefert sie ab wie ein Uhrwerk.
Im Interview mit El Mundo legt der 24-Jährige nach. Auf die Frage, ob ihn die Minuten von Joselu oder Gonzalo im Real-Trikot neidisch machen, lacht er nur. „Null Neid. Die haben ackern müssen. Ich habe Glück gehabt – und jetzt die Bühne, die mir passt.“ Dabei schießt er nicht nur, er erarbeitet sich jeden Ball zweimal, presst bis zur Grundlinie und kommt zurück, um zu verteidigen. Das ist kein Stürmer, das ist ein Selbstläufer mit Torriecher.
Die Liebeserklärung an Valencia klingt wie aus einem Fanlied. „Valencia ist mein Lebensclub, neben Getafe. Ich werde immer Valencianista sein, egal wo ich arbeite.“ Die Stadt habe ihn vorher nicht einmal auf dem Radar gehabt. „Wir sind nach Gandía in den Sommerferien, mein Vater kaufte mir Knallkörper. Jetzt will ich hier alt werden.“ Noch fehlt nur das Valentí-Abitur – der Sprachkurs läuft nebenher.
Was ihn antreibt? Der Gedanke, dass ein Verein, der dich nicht wollte, irgendwo in der Hauptstadt mit jeder deiner Toren einen kleinen Stich verspürt. Kein Rachefeldzug, eher ein ständiges Lächeln in den Katakomben von Mestalla. Hugo Duro hat keinen Agenten, der nach dem nächsten Klub fischt. Er hat eine Mission: Valencia in die Europa League schießen – und dabei so viele Tore erzielen, bis das Stadion seinen Namen singt, nicht nur an Geburtstagen.
Der Deal ist klar: Wer ihn holen will, muss Valencia zahlen, Duro selbst zahlt mit Treue. Es gibt kein Ausstiegsklausel-Schnäppchen, kein Sommer-Transfer-Theater. „Ich unterschreibe, bis der Klub mich rauswirft – und selbst dann bleibe ich in der Stadt.“ So endet keine Karriere, so beginnt eine Legende. Hugo Duro, vom Abfall zum Aushängeschild, vom Getafe-Leihgast zum Liebling von 50.000 Menschen, die gerade erst lernen, wie laut Valencià klingt, wenn es einen Heiligen ruft.
