Bvb-frauen kassieren k.o. – 27:27 in budapest rettet die ehre, nicht das weiterkommen
27:27 in Budapest – ein Remis, das wie ein Sieg schmeckt, aber trotzdem nichts wert ist. Borussia Dortmunds Handball-Frauen verabschieden sich mit erhobenem Kopfaus der Champions League, weil das 25:31 aus dem Hinspiel ein zu großes Loch reißt.
Die Rechnung ist simpel: selbst ein Sieg hätte nicht gereicht, es sei denn, er wäre mit sieben Treffern Differenz erfolgt. Was bleibt, ist das Gefühl, gegen FTC-Rail Cargo Budapest noch einmal alles rausgeholt zu haben – trotz Notoperation auf der Auswechselbank.
Not-elf mit gehirnerschütterung und hüftschmerz
Trainer Henk Groener schrieb auf der Aufstellungsliste acht statt neun Feldspielerinnen. Alieke van Maurik stand mit Gehirnerschütterung in der Startformation, Torhüterin Sarah Wachter laboriert an der Hüfte. Dazu fehlen Lois Abbingh, Lena Hausherr und Lara Müller seit Wochen. Die 27:27-Punkteteilung ist deshalb ein kleines Kunststück.
„Wir haben die FTC-Abwehr in der zweiten Hälfte fast einzeln auseinander genommen“, sagte Alina Grijseels, die mit sieben Treffern beste Werferin war. „Aber über 120 Minuten war der Gegner einfach konstanter.“

Hsg blomberg nutzt dortmunds europamüdigkeit
Keine 48 Stunden später kassierte der BVB die Quittung für die Mittwochs-Reise. In Halle verlor man 20:33 gegen Blomberg-Lippe und rutschte auf Platz zwei ab. Ein Punkt Rückstand, ein Spiel weniger – die Meisterschaft bleibt offen, aber die Luft wird dünner.
Die Bundesliga ist jetzt das letzte Trostpflaster. Groener will die Rotation verkleinern, die jungen Kräfte wie Mia Zschocke und Annika Holler mehr Minuten geben. „Wir haben bewiesen, dass wir auch mit acht Feldspielerinnen international mithalten können. Diese Erfahrung nehmen wir mit in den Saisonendspurt.“
Die Champions-League-Saison endet vorzeitig, doch die Botschaft ist klar: Wer den BVB abschreibt, liegt falsch. Die nächste Chance auf Silberware kommt am 18. Mai im Pokal-Halbfinale. Dort wartet schon Oldenburg – und diesmal zählt jedes Tor.
