Busdeker zertrümmert dresdner playoff-traum mit triple-pack und eis-kälte
Die Dresdner Eislöwen haben sich selbst ins Aus gespielt. Nach einem Blitzstart in Augsburg kassierten sie vier Powerplay-Gegentore, D.J. Busdeker schraubte sich mit drei Toren und drei Assists zur One-Man-Show – und die Sachsen verlören 3:6. Die Saison ist so gut wie gelaufen.
Busdeker-gala endet mit 41. niederlage im 49. spiel
Was war das für ein Freitagabend! Sebastian Gorcik schlenzt den Puck nach nur fünf Minuten per Abpraller ins Netz, Lance Bouma erhöht auf 2:0 – und 6.179 Fans im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion verstummen. Doch schon die erste Strafe gegen Dresden öffnet Augsburg die Tür. Riley Damiani trifft im Powerplay, und plötzlich steht die Defensive der Eislöwen am Pranger.
Im Mitteldrittel bricht die Hölle los. Thomas Schemitsch, Busdeker und Cody Kunyk schießen binnen elf Minuten drei weitere Tore – alle wieder in Überzahl. Die Eislöwen laufen hinterher, stolpern über sich selbst, versuchen verzweifelt, die Käfige zu wechseln, doch der Drops ist gelutscht.

Powerplay-katastrophe lässt playoff-hoffnung platzen
Busdeker legt im Schlussabschnitt nach. Zwei weitere Powerplay-Treffer, beide Male steht er völlig frei, beide Male jagt er den Puck unhaltbar unter die Latte. Die Zahl 6:3 am Ende wirkt wie ein Makel auf der Saisonbilanz – 41 Pleiten, nur acht Siege, das Torverhältnis bei 119:210. Die Eislöwen rutschen tiefer in die Bedeutungslosigkeit, während Augsburg mit dem Sieg noch einmal Hoffnung auf die Pre-Playoffs schöpft.
Trainer Gerry Fleming stapft mit hängenden Schultern in die Kabine. Sein Team hatte den besseren Start, aber keine Antwort auf die eigene Disziplinlosigkeit. Die Strafzeiten häuften sich, die Körpersprache klappte ein, und am Ende stand ein Mann allein im Mittelpunkt: D.J. Busdeker, Torschützenkönig dieses Abends und Henker der Dresdner.
Die Saison ist nicht mehr zu retten. Die Eislöwen müssen nun um die letzten Reste ihrer Ehre spielen – und um jeden Zuschauer, der ihnen treu bleibt. In der Tabelle trennen sie nur noch zwei Punkte vom Tabellenende, und die Uhr tickt laut. Das nächste Auswärtsspiel folgt schon am Dienstag. Wer dann noch von Playoffs träumt, lebt in einer anderen Liga.
