Monaco zerstört psgs heimfestung und wirft die ligue 1 um
Paris ist keine Festung
mehr. Nach 317 Tagen ohne Liga-Niederlage im Parc des Princes kassierte PSG eine 1:3-Klatsche gegen AS Monaco – und plötzlich riecht die Meisterschaft wieder nach Spannung.
Die zahlen, die tuchel schlucken lässt
Erst 27 Minuten brauchte Maghnes Akliouche, um die 32.000 Zuschauer zu verstummen zu lassen. Danach war Paris nie wieder Paris. Aleksandr Golovin und Folarin Balogun schraubten die Krönung nach oben, Bradley Barcolas Anschlusstreffer war nur ein Foul an der Statistik. Die vierte Saisonpleite, die erste daheim – und das, obwohl die Star-Tridente um Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Gonçalo Ramos zusammen 650 Millionen Euro Marktwert auf dem Rasen stand.
Die Tabelle lügt nicht: Lens liegt nur vier Punkte zurück und kann am Sonntag mit einem Sieg gegen Metz auf einen Zähler verkürzen. Für Luis Enrique beginnt die heiße Phase drei Wochen zu früh. Noch muss er nach dem Pokal-Viertelfinale in Marseille (Mittwoch) und dem Champions-League-Viertelfinale gegen Arsenal (Anfang April) um drei Fronten kämpeln – ohne die mentale Rückendeckung einer unbesiegten Heimserie.
Monaco-Coach Adi Hütter dagegen feiert sein Meisterstück: drei Siege in den letzten vier Partien, 8:2-Tore, Platz drei. Seine Pressekonferenz danach dauerte 97 Sekunden. Er musste nicht viel sagen, die Taktik hatte vorher gesprochen: frühes Pressing, schnelle Umschaltungen, konsequente Chancenverwertung. PSG traf nur 4 von 17 Schüssen, Monaco 3 von 6 – ein Querschnitt durch die Effizienz, die Titel entscheidet.
Die Fans verließen den Prinzenpark mit leeren Blicken. Nicht nur, weil die Meisterschaft plötzlich offen ist. Sie ahnen, dass ein Heimfluch in der K.-o.-Phase der Champions League tödlich sein kann. Die letzte Niederlage daheim vor 317 Tagen war ein Scherz – damals stand der Titel längst fest. Diesmal zittert ganz Paris.
