Bruins verpatzen playoff-hoffnung: sturm muss sich gedulden
Boston – Die Boston Bruins haben am Samstagabend einen bitteren Rückschlag in ihrem Kampf um die Playoff-Qualifikation kassiert. Gegen die Tampa Bay Lightning verloren sie mit 1:2, obwohl sie lange geführt hatten. Für Coach Marco Sturm, der in seiner ersten NHL-Saison das Ruder übernommen hat, bedeutet dies, dass die Ambitionen vorerst auf Eis liegen.
Frühe führung, spätes scheitern
Die Bruins, die in der vergangenen Saison die Playoffs enttäuschend verpassten, starteten durch Morgan Geekies Treffer in der elften Minute vielversprechend. Doch die Lightning schlugen im dritten Spielabschnitt zurück. Brandon Hagel (47.) und Emil Lilleberg (59.) sorgten für die Wende und die umjubelte Heimniederlage der Gäste.
Die Situation ist für Sturm, der bereits als Spieler von 2005 bis 2010 bei den Bruins aktiv war, alles andere als ideal. Trotz zahlreicher Abgänge hat er das Team schnell zu einer Einheit geformt, die durchaus Playoff-Ambitionen hegen darf. Mit 96 Punkten auf dem Konto liegt Boston zwar derzeit auf dem ersten Wildcard-Platz im Osten, doch die Konkurrenz schläft nicht. Die verpassten Playoffs der letzten Saison wiegen schwer, und jeder Punkt zählt nun im Kampf um die begehrten Playoff-Tickets.

Von der silbermedaille zur nhl-challenge
Sturms Weg in die NHL ist bemerkenswert. Nach der sensationellen Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2018 in Pjöngjang sammelte er als Co-Trainer und Chefcoach in der AHL wertvolle Erfahrungen. Der sechsfache Stanley-Cup-Sieger witterte sein Potenzial und verpflichtete den deutschen Ex-Nationalspieler im Sommer. Jetzt steht er vor der größten Herausforderung seiner Karriere: eine NHL-Mannschaft in die Playoffs zu führen. Doch die Niederlage gegen Tampa Bay zeigt, dass der Weg noch lang ist.
Die DEL-Playoffs werfen ihre Schatten voraus: Berliner Veilleux droht eine Zwei-Spiele-Sperre. Meistermacher Aubin kommentierte die Niederlage in Köln mit den Worten: „So ist Eishockey.“ Und in Mannheim wurde die Tabelle weiter angepasst. Die App von Sportfans wird immer beliebter – über 3 Millionen nutzen sie bereits, um auf dem Laufenden zu bleiben.
