Brennan stürmt kuurne: visma-youngster schreibt geschichte
Matthew Brennan ist erst 20 Jahre alt – und hat bereits 14 Profirennen gewonnen. Das jüngste davon ist das gewichtigste: Der Brite vom Team Visma gewann am Sonntag den Klassiker Kuurne–Brüssel–Kuurne und krönte sich damit zum jüngsten Sieger in der Geschichte dieses Rennens. Kein schlechter Sonntag.
Ein sprint, der keine fragen offenließ
Nach 195 Kilometern durch die belgische Frühjahrslandschaft war es Christophe Laporte, der die Fäden zog. Der Franzose führte seinen Teamkollegen mustergültig an die Spitze – und Brennan erledigte den Rest. Überlegen. Ohne Diskussion. Das Tudor-Team landete mit dem Italiener Luca Mozzato auf Platz zwei und Matteo Trentin auf Platz drei immerhin doppelt auf dem Podium, aber gegen diesen Sprint war schlicht kein Kraut gewachsen.

Nur der zweite brite nach cavendish
Das Rennen wird seit 1946 ausgetragen. Achtundsiebzig Auflagen. Und nur ein Brite hatte es je gewonnen: Mark Cavendish, zweimal, 2015 und 2022. Brennan ist jetzt der zweite. Die Gesellschaft, in der er damit steht, spricht für sich.
Für die deutschen Starter lief es deutlich unspektakulärer. Jordi Meeus von Red Bull–Bora–hansgrohe rettete sich auf Rang zehn – das war das Beste, was ein Deutscher an diesem Tag zustande brachte. Die einzigen deutschen Sieger dieses Rennens bleiben Olaf Ludwig (1992) und Gregor Braun (1982). Vierzig Jahre Durststrecke, und kein Ende in Sicht.
Was dieser sieg über visma aussagt
Team Visma befindet sich seit Wochen in einem Strudel aus internen Schlagzeilen – Trainerabgänge, öffentliche Kritik ehemaliger Fahrer, sportliche Führung in der Defensive. Und dann schickt das Team einen 20-Jährigen in einen belgischen Frühjahrsklassiker und gewinnt ihn souverän. Das ist keine Zufallsleistung. Das ist ein Statement.
Brennan ist kein Versprechen mehr. Er ist Gegenwart.
