Bremer: juve-abwehrfels hält trotz wm-ambitionen fest
Turin – Das Lächeln wirkte gezwungen, die Freude eher kontrolliert. Nach seinem frühen Treffer gegen den Genoa wirkte Bremer, der brasilianische Verteidiger der Juventus, nicht wie ein Mann, der gerade einen wichtigen Sieg mitgestaltet hat. Ein Detail, das einigen Beobachtern nicht entgangen ist und Fragen aufwirft: Ist der Abwehrspieler trotz seiner zentralen Rolle bei Trainer Spalletti unzufrieden?

Die rückkehr nach brasilien und ihre folgen
Bremer kehrte kürzlich für eine kurze Zeit in sein Heimatland zurück, wo er nach seiner langen Verletzungspause erstmals wieder im brasilianischen Nationalteam spielte. Die Freude über diese Rückkehr war offensichtlich, doch offenbar ließen ihn auch die ersten Gerüchte über mögliche Wechsel im Sommer nicht los. Es kursieren Stimmen, die besagen, dass er sich beispielsweise mit Tottenham beschäftigt haben soll. Die Juve-Bosse sind sich dessen bewusst und arbeiten bereits an einer Strategie für den Sommer.
Die Situation ist komplex: Einerseits besteht die Notwendigkeit, die Abwehr zu verstärken, insbesondere mit einem linken Innenverteidiger. Andererseits ist Bremer ein wichtiger Bestandteil von Spallettis Plänen, ein Fels in der Brandwand, auf den sich der Trainer verlassen kann. Die Klausel in seinem Vertrag, die es potenziellen Abnehmern ermöglicht, ihn zu einem bestimmten Preis abzuwerben, stellt die Bianconeri vor ein Dilemma.
Die Forderung nach einem starken linken Verteidiger ist real, aber es wird unwahrscheinlich sein, dass man Bremer dafür opfert. Seine Leistungen in dieser Saison waren konstant auf hohem Niveau, und er ist ein Führungsspieler in der Mannschaft. Die Verantwortlichen in Turin wissen, dass der Weltcup eine zusätzliche Komponente in die Gleichung bringt. Eine erfolgreiche WM könnte seinen Marktwert in die Höhe treiben und die Versuchung für andere Klubs noch größer machen.
Die Gazzetta dello Sport berichtet, dass Bremer im Moment glücklich in Turin ist und keinerlei Anstalten macht, sich nach anderen Optionen umzusehen. Er konzentriert sich voll und ganz auf die anstehenden Spiele und die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Die Entscheidung, ob er im Sommer bleibt oder geht, liegt letztendlich bei ihm selbst – und in gewissem Maße bei den Vereinen, die bereit sind, die geforderte Ablöse zu zahlen. Die Spurs dürften weiterhin ein wachsames Auge auf ihn haben.
Die Verantwortlichen der Juve haben sich demnach darauf verständigt, bei einem ernsthaften Angebot, das Breimers Wert widerspiegelt, mit dem Spieler selbst zu sprechen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Gelegenheit ergibt und ob Bremer bereit wäre, Juve zu verlassen, selbst wenn ein verlockendes Angebot vorliegt.
