Baskenland-rundfahrt: landa stürzt – soudal quick-step kritisiert chaos!
Schock und Ärger an der Baskenland-Rundfahrt: Mikel Landa, Hoffnungsträger von Soudal Quick-Step, musste das Rennen nach einem Unfall mit dem Rennarztwagen aufgeben. Ein Vorfall, der das Team auf die Palme gebracht und Fragen nach der Sicherheit auf engen Straßen aufgeworfen hat.

Der sturz und seine folgen
Landa erreichte zwar den Zielstrich des zweiten Etappenabschnitts, allerdings bereits mehr als 13 Minuten hinter dem überraschenden Etappensieger Paul Seixas von Decathlon CMA CGM. Der Spanier war in einer raschen Abfahrt zu Boden gegangen und konnte sich zwar wieder auf sein Rad schwingen, musste aber später im Krankenhaus vorsorglich medizinisch untersucht werden. Glücklicherweise blieben Frakturen oder schwerwiegendere Verletzungen aus, dennoch entschied das Team, ihn für die dritte Etappe zurückzuziehen.
Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar, doch Soudal-Teammanager Jürgen Foré brachte die Sache zur Sprache. Er schilderte gegenüber "Het Nieuwsblad" einen beunruhigenden Hergang: Der Rennarztwagen soll Landa auf der engen und schnellen Abfahrt beinahe überfahren haben. Das ist manchmal einfach nur ärgerlich!
„Wir tun alles für die Sicherheit, und dann passieren solche Dinge“, so Foré sichtlich frustriert. Das Team fühle sich machtlos, wenn solche gefährlichen Situationen eintreten und die Konsequenzen tragen müsse. Besonders verärgert zeigte sich Foré darüber, dass sich niemand bei Landa oder dem Team für die gefährliche Aktion entschuldigt habe. Der Fahrer des Rennarztwagens, der ehemalige zweimalige Vuelta-Etappensieger Santiago Blanco, wurde zunächst nur mit einer Geldbuße von 500 Schweizer Franken belegt, später jedoch aus dem Rennen ausgeschlossen und mit einer Gelben Karte versehen.
Die Baskenland-Rundfahrt bietet aktuell ein faszinierendes Bild. Paul Seixas, der junge Shootingstar, scheint eine Mischung aus Tadej Pogacar und Remco Evenepoel zu verkörpern – eine Aussage, die angesichts seiner Leistung auf der ersten Bergetappe durchaus zutreffen könnte. Lipowitz und Roglic hatten keine Chance gegen seine beeindruckende Vorstellung.
Die Organisation der Baskenland-Rundfahrt steht nun vor der Herausforderung, die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten. Solche Vorfälle dürfen sich nicht wiederholen, denn sie gefährden nicht nur die Gesundheit der Athleten, sondern auch den Ruf des Radsports insgesamt. Die Gelbe Karte für Blanco mag ein erster Schritt sein, aber es bedarf einer umfassenden Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen, um solche gefährlichen Situationen in Zukunft zu vermeiden.
