Braunschweig entlässt backhaus – rettung soll neuer mann bringen

Die Löwen ziehen den Notstopp. Nach fünf sieglosen Spielen und dem 1:1 in Paderborn, das erst in der 96. Minute fiel, trennt sich Eintracht Braunschweig von Trainer Heiner Backhaus. Die Entscheidung fiel in der Nacht auf Dienstag, die Pressemitteilung um 14:55 Uhr. Der Klub schlägt damit die letzte Patrone im Abstiegskampf.

Kessel packt die wahrheit in harte worte

„Wir haben die Entwicklung und Leistung der Mannschaft in den vergangenen Wochen stetig beobachtet und analysiert“, sagt Sport-Geschäftsführer Benjamin Kessel. Nach Gesprächen mit dem Trainerteam und Backhaus persönlich fehle „die Überzeugung, den eingeschlagenen Weg in dieser personellen Konstellation erfolgreich fortzusetzen“. Die Formulierung klingt nach Abschied ohne Rückfahrkarte.

Die Tabelle liefert die härteste Begründung: Platz 15, nur zwei Punkte vor Relegationsrang 16. Die Aufstellung für das nächste Endspiel am Samstag (13.00 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf steht noch offen. Ein interner Kandidat ist Co-Trainer Daniel Brinkmann, doch die Führung will erst die Kabine befragen, bevor ein Name fällt.

Backhaus verlässt mit erhobenem kopf

Backhaus verlässt mit erhobenem kopf

Der 43-Jährige kam im Sommer 2025 aus Kaiserslautern und hinterlässt trotz der Krise ein selbstbewusstes Statement: „Ich bin mir zu einhundert Prozent sicher, dass der Klassenerhalt mit der einmaligen Unterstützung der Fans gelingt – die Jungs haben nicht nur die Qualität, sondern auch das Herz für diese Liga.“ Die Worte klingen nach Kampfansage an die Zweifler – und nach einem Trainer, der sich nicht klein machen lässt.

Für die Mannschaft beginnt jetzt die 72-Stunden-Schocktherapie. Wer gegen Düsseldorf aufläuft, wird zeigen, ob die Löwen noch zubeißen können – oder ob die Saison endgültig ins Schlingern gerät.