Brasilien dreht spiel gegen japan in letzter sekunde – martinelli schlägt zu
01:46 Uhr. Die Uhr tickte bereits in der Nachspielzeit, als Gabriel Martinelli den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Brasilien gewinnt 2:1 gegen Japan – und diese eine Sekunde reicht, um ein ganzes Turnier zu retten.
Die geniale aktion, die alles veränderte
Was vor dem Tor passierte, war reiner Instinkt. Ein Brasilianer – die Quellen nennen ihn nicht namentlich, aber die Bilder sprechen für sich – durchbrach die japanische Abwehr mit einer Bewegung, die mehr an Capoeira erinnerte als an klassisches Positionsspiel. Drei Gegner stehen plötzlich im Leeren. Der Pass kam flach, Martinelli schloss ab. Fertig.
Japan hatte bis dahin alles richtig gemacht. Die Mannschaft verteidigte kompakt, lauerte auf Konter, traf sogar zuerst. Aber gegen diese brasilianische Torgefahr reicht solide Arbeit nicht. Es braucht Perfektion – und die war in der 92. Minute dahin.
Für Martinelli persönlich ist der Treffer mehr als drei Punkte. Der 25-Jährige kämpft seit Monaten um seine Stammplatzgarantie im Nationalteam. Trainer Dorival Júnior hatte ihn zuletzt auf der Bank gelassen, öffentlich mit seiner Einstellung gehadert. Dieses Tor ist die Antwort. Nicht mit Worten, sondern mit dem rechten Fuß in der entscheidenden Sekunde.

Was das ergebnis für das turnier bedeutet
Brasilien steht nun mit sechs Punkten auf dem zweiten Platz der Gruppe. Das Viertelfinale ist greifbar, doch der Weg bleibt steinig. Die Seleção zeigte gegen Japan beide Gesichter: die verstolperte erste Halbzeit, in der Nishikawas Flanke zum 0:1 führte, und jene unbeirrbare Siegermentalität, die einst Pelés Generation auszeichnete.
Die brasilianischen Fans in Dortmund – Tausende in Gelb-Grün – feierten das späte Tor wie einen Titel. Viele von ihnen hatten bereits die Köpfe in den Händen vergraben, als die Nachspielzeit angezeigt wurde. Dann kam der Knall. Das Stadion wurde zum Kessel.
MagentaTV übertrug die Szene in Zeitlupe, und selbst dort wirkt Martinellis Reaktion erstaunlich kühl. Kein übertriebenes Jubeln, nur ein kurzer Blick zum Himmel und das typische kreuzende Handzeichen. Als hätte er es so geplant.
Das Video der entscheidenden Aktion kursiert bereits durch alle sozialen Kanäle. Wer es noch nicht gesehen hat, verpasst den Moment, in dem dieses Brasilien-Team von einem möglichen Vorrundenaus zum plötzlichen Titelfavoriten wurde. Der Unterschied liegt in 46 Sekunden Nachspielzeit.
