Bournemouth schockt arsenal: 2-1 am emirates – city kann jetzt vorbeiziehen

London – Die Premier League schlägt zurück. Nach dem 1:2 gegen Aufsteiger Bournemouth droht dem FC Arsenal der nächste Kollaps in der Meisterschaft. Die Cherries schoben sich durch Treffer von Kroupi (17.) und Scott (74.) auf Rang fünf und halten Europa-League-Traume am Leben – bei den Gunners hingegen brodelt es.

Arteta verspielt die kontrolle – und vielleicht die saison

Die Zahlen sind gnadenlos: Neun Punkte Vorsprung auf Titelrivalen Manchester City, aber zwei Spiele mehr absolviert – und das direkte Duell wartet am kommenden Mittwoch im Etihad. Verliert Arsenal dort, ist der Vorsprung auf drei Zähler geschrumpft, bei theoretisch noch sechs ausstehenden Partien. Der Pokal-K.o. gegen Manchester United in der FA Cup und die Final-Niederlage im Ligapokal nagten bereits am Selbstvertrauen, nun folgte der nächste Dämpfer.

Trainer Mikel Arteta wechselte früh dreifach, doch die Momente schwankten weiter. Rice zirkelte einen Fernschuss aufs lange Eck (68.), Petrovic lenkte zur Ecke. Auf der Gegenseite nutzte Evanilson die Lücke zwischen White und Timber, legte quer auf Scott, der eiskalt einschob. Die Emirates verstummte, Arteta starrte ins Leere.

Kroupi und scott – unbekannte helden, bekannte probleme

Kroupi und scott – unbekannte helden, bekannte probleme

Der Franzose Kroupi traf nach einem abgefälschten Flankenball unbedrängt aus fünf Metern. Die Abwehr stand wie angewurzelt, Raya kam nicht mehr heran. Der Ausgleich fiel per Strafstoß, Gyokeres verwandelte sicher, nachdem Christie den Ball im Sechzehner mit der Hand berührt hatte. Doch die Gunners zeigten sich anschließend ideenlos, die Räume blieben eng, die Pässe quer.

Bournemouth dagegen spielte mit der Gelassenheit eines Teams, das nichts zu verlieren hat. Die Laufwege stimmten, die Umschaltmomente waren scharf. Und als Scott in der 74. Minute den Deckel draufsetzte, jubelte die kleine Auswärtskurve, während rund 60 000 Anhänger der Heimmannschaft in dumpfen Schock verfielen.

City lacht – und die liga bebt

City lacht – und die liga bebt

Mit einem Sieg im Nachholspiel kann Pep Guardiolas Team den Rückstand auf sechs Punkte verkürzen und zusätzlich das bessere Torverhältnis ausgleichen. Die Statistik spricht für die Skyblues: In den letzten fünf Saisons holte City nach dem 30. Spieltag durchschnittlich 2,3 Punkte pro Partie – Arsenal liegt bei 1,8. Die Luft wird dünner, der Druck größer.

Die Saison ist nicht verloren, aber sie entgleitet. Noch vier Finals in der Liga, dazu das Gastspiel im Etihad. Wer dort nicht gewinnt, darf sich nicht wundern, wenn die Trophäe am Ende wieder in den Katakomben von Manchester verstaubt. Für Bournemouth ist die Welt dagegen ein Stück bunter geworden – und das reicht vollkommen.