Böllerwurf in essen: 50-jähriger identifiziert, wienand fällt aus

Ein 50-jähriger Deutscher aus Ludwigshafen am Rhein steht im Mittelpunkt der Ermittlungen nach dem Böllerwurf beim Drittligaspiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem SV Waldhof Mannheim. RWE-Keeper Felix Wienand liegt mit Knalltrauma und akuter Belastungsreaktion flach – ein Einsatz am Samstag gegen die TSG Hoffenheim II ist ausgeschlossen. Der Mann wurde noch am Spieltag auf eine Essener Polizeiwache gebracht, aber nicht in Untersuchungshaft genommen.

Wie die polizei den täter so schnell fand

Es war die Videoüberwachung im Stadion, die den entscheidenden Hinweis lieferte. Einsatzkräfte identifizierten den Tatverdächtigen unmittelbar nach der Tat, fanden ihn außerhalb des Stadions und brachten ihn auf die Wache. Pikantes Detail am Rande: Bereits kursierende Videos in sozialen Netzwerken zeigten, wie Waldhof-Fans den Mann selbst aus dem Block geschubst hatten – ein ungewöhnliches Bild, das die Stimmung im Gästeblock in jenem Moment eindrücklich beschreibt.

Polizeisprecher René Bäuml bestätigte gegenüber SWR Sport: Wegen fehlender Flucht-, Verdunklungs- und Wiederholungsgefahr wurde der 50-Jährige nach seiner Vernehmung wieder entlassen. Die Ermittlungen laufen wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

Waldhof relativiert – essen widerspricht scharf

Waldhof relativiert – essen widerspricht scharf

Der SV Waldhof Mannheim versuchte am Donnerstagnachmittag, den Vorfall kleinzureden. Laut Vereinsstatement habe es sich um „eine einzige Böllerzündung in der letzten Reihe der Gästetribüne