Block-monster onu: bambergs schlüssel zum erfolg!
Die Baskets Bamberg sind die Überraschung der Easycredit Basketball Bundesliga – und ein Mann steht im Zentrum dieses Aufstiegs: EJ Onu. Der 26-jährige amerikanische Center ist kein Mann der spektakulären Dunks, sondern des perfekten Blocks. Ein Block, sagt er, gebe ihm einen größeren „Push“ als ein Dunk, sei schwieriger und seltener.
Die bamberger mauer unter dem korb
Während andere Spieler nach dem krachenden Dunk streben, ist Onus Spezialität das Verteidigen. Mit einer beeindruckenden Bilanz von 2,4 Blocks pro Spiel ist er unangefochten der beste Shot-Blocker der Liga. Charles Thompson von Würzburg kommt auf 1,4, Osun Osunniyi von Heidelberg auf 1,3 – die Zahlen sprechen für sich. Onu ist die unüberwindbare Mauer unter Bambergs Korb.
Die Baskets Bamberg haben in dieser Saison ein bemerkenswertes Momentum aufgebaut. Nach dem Gewinn des Pokals gegen Bayern München und Alba Berlin, folgten sieben Erfolge in acht Liga-Spielen, darunter erneut gegen die Bayern. Der Aufstieg auf Platz 3 in der BBL-Tabelle ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer starken Mannschaftsleistung, in der Onu eine zentrale Rolle spielt.
„Er leistet Unglaubliches für uns in der Defensive und ist hinten unser Anker“, schwärmt Trainer Anton Gavel über seinen Schlüsselspieler. Timing ist alles, so Onu selbst. „Man darf nicht zu früh hochspringen, sondern muss ein Gefühl dafür haben, was der Gegner vorhat.“ Seine Größe (2,11 Meter) und Spannweite (2,30 Meter) sind dabei unschlagbare Vorteile, die er mit seiner Athletik gekonnt verbindet.

Beethoven und basketball: ein ungewöhnliches zusammenspiel
Doch Onu ist mehr als nur ein Basketball-Monster. In seiner Freizeit findet er Trost und Inspiration am Klavier. „Ich suche in Bamberg nach einem Lehrer“, erzählt er, „und übe gerade ‚Für Elise‘ von Beethoven. Das ist ein guter Anfang.“ Sein Traum ist es, ein noch besserer Pianist zu werden – ein Kontrast zu seiner kraftvollen Präsenz auf dem Feld.
Onu blickt zurück auf eine bewegte Karriere. Als Sohn nigerianischer Eltern spielte er bereits einmal in Bamberg, bevor es ihn in die spanische Liga nach Río Breogán und nach Polen zu Legia Warschau verschlug. „Ich bin jetzt ein reiferer Spieler“, sagt er, während sein Vertrag im Sommer ausläuft und die Zukunft offen steht.
„Wir sind ein richtig gutes Team mit starker Defensive und können jeden in der Liga schlagen, auch Bayern, sogar in einer Play-off-Serie“, erklärt Onu selbstbewusst. Er strebt nach Höchstleistungen, sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff. „Vorn könnte ich produktiver sein und mehr Würfe nehmen.“
Die Baskets Bamberg haben mit EJ Onu einen Spieler gefunden, der nicht nur defensiv überzeugt, sondern auch eine gewisse Menschlichkeit und Leidenschaft ausstrahlt. Ein Block, ein Klavierstück – ein Mann, der seine Stärken auf dem Feld und in der Freizeit vereint. Die Frage ist nun: Kann Bambergs Mauer mit diesem Selbstvertrauen die Play-offs erreichen und dort für Furore sorgen? Die Antwort wird das kommende Frühjahr liefern.
