Blasi triumphiert in la molina: coup im kampf um das leader-trikot!

Ein furioser Auftritt von Paula Blasi (UAE Team ADQ) hat die Volta Ciclista a Catalunya femenina aufgemischt. Die junge Spanierin dominierte die Königsetappe von Sant Vicenç de Castellet nach La Molina und übernahm die Führung in der Gesamtwertung – trotz eines dramatischen Vorfalls vor dem Rennen.

Der diebstahl und die antwort auf dem berg

Der diebstahl und die antwort auf dem berg

Kaum zu glauben, aber wahr: Nur wenige Stunden vor dem entscheidenden Anstieg wurde Blasís teures Colnago-Rennrad im Wert von 16.000 Euro gestohlen. Ein bitterer Start in den Tag, den sie jedoch mit einer beeindruckenden Leistung wettmachte. Anstatt sich von dem Rückschlag entmutigen zu lassen, stieg sie auf ein Ersatzrad und zeigte auf dem Coll de la Creueta, was in ihr steckt.

Mit vier Attacken im Schlussanstieg, einem 21 Kilometer langen Koloss mit einer durchschnittlichen Steigung von 5%, ließ Blasi ihre Konkurrentinnen alt aussehen. Zunächst versuchte sie, sich mit zwei frühen Angriffen abzusetzen, doch die Favoritinnen konnten zunächst dagegenhalten. Die Entscheidung fiel dann jedoch 14 Kilometer vor dem Ziel, als die Französin Célia Gery (FDJ United - SUEZ) dem Tempo nicht mehr folgen konnte.

Blasi fuhr fortan als Solistin davon und kontrollierte den anschließenden Abstieg nach La Molina souverän. Der Sieg ist nicht nur ihre zehnte Profisiertiumph, sondern auch der sechste in dieser Saison, die sie zweifellos als Durchbruch erleben kann. Dazu kommen bereits ein Klassiker wie die Amstel Gold Race, eine große Rundfahrt in Form der Vuelta a España und der Tour de los Pirineos.

Das Rennen war von einem hohen Tempo geprägt, das die Peloton von Montserrat in die Pyrenäen führte. Die Teams AG Insurance - Soudal Team und FDJ United SUEZ versuchten, mit Attacken für Unruhe zu sorgen, aber Blasi hielt stets die Kontrolle und reagierte geschickt auf die Manöver ihrer Gegnerinnen.

Die Volta Ciclista a Catalunya femenina steht vor ihrem Abschluss. Am Sonntag steht in Mataró ein 111 Kilometer langes Finale an, bevor die Entscheidung in Barcelona fällt. Blasi hat nun die Chance, ihren Namen in die Geschichtsbücher der Rundfahrt einzutragen und an den Seiten von Marianne Vos und Demi Vollering zu stehen.

Die Diebstahlssituation unterstreicht zudem die prekären Bedingungen, unter denen Profisportler manchmal agieren müssen. Doch Blasi bewies, dass Mentalität und Kampfgeist oft mehr zählen als teures Material. Ein verdienter Sieg für eine junge Fahrerin, die zweifellos eine große Zukunft vor sich hat.