Bierofka rechnet mit ismaik ab: so ruinierte er 1860 münchen

Es gibt Bilder, die brennen sich ins kollektive Gedächtnis eines Fußballvereins. Daniel Bierofka am Zaun der Allianz Arena, die Hände ausgestreckt, die Stimme erhoben – während hinter ihm Sitzschalen auf den Rasen fliegen. Das 0:2 gegen Jahn Regensburg am 20. Mai 2017 war nicht einfach ein verlorenes Spiel. Es war der Moment, in dem der TSV 1860 München endgültig in die Bedeutungslosigkeit fiel. Und irgendwo im Hintergrund dieser Geschichte steht ein Name, der bei den Löwen-Fans bis heute wie ein Schimpfwort klingt: Hasan Ismaik.

Wie ein retter zum feind wurde

Wie ein retter zum feind wurde

Die Geschichte beginnt nicht mit Wut, sondern mit Erleichterung. 2011 stand der damalige Zweitligist kurz vor der Insolvenz. Bierofka, damals noch Spieler, erinnert sich im Sport1-Podcast Deep Dive an die Stimmung jener Tage: „Faktisch war der Verein tot. Es war eins vor zwölf.