Betis träumt von estambul: historischer einzug in die europa-league-viertelfinals!

Real Sociedad, Atalanta, Liverpool – Namen, die in dieser Saison in der Europa League beeindruckten. Doch nun steht der nächste große Schritt für den Betis Sevilla an. Nach Jahren der sporadischen Auftritte in europäischen Wettbewerben schreibt der Verein unter Manuel Pellegrini Geschichte und träumt vom Titel in Istanbul.

Ein jahr nach sevilla: kann der betis die conference league-final-magie wiederholen?

Ein jahr nach sevilla: kann der betis die conference league-final-magie wiederholen?

Genau ein Jahr ist es her, dass der Betis in Baku den Europa League-Finale verpasste. Ein Moment, der schmerzte, aber auch als Katalysator für weitere Ambitionen diente. Pellegrini hat den Andalusier geformt und ihnen einen klaren europäischen Anspruch verliehen. Die Reise in die Europa League ist bisher beeindruckend verlaufen, mit einer konstanten Leistung in der Liga und einem hart erkämpften Sieg gegen Panathinaikos Athen in den Achtelfinals, inklusive einer dramatischen Aufholjagd. Nun gilt es, im Duell mit Braga die Halbfinal-Hürde zu nehmen.

Die Anreise nach Portugal ist mit Spannung begleitet worden. Rund 2.000 betisco-Fans werden das Team unterstützen, darunter auch Isco Alarcón, der zwar noch nicht spielberechtigt ist, aber die Bedeutung des Spiels unterstreicht. Das Estadio Municipal de Braga, eine architektonische Meisterleistung, die im Jahr 2003 erbaut wurde und ein Jahr später Austragungsort der Europameisterschaft war, wird Schauplatz eines wichtigen Kapitel in der Vereinsgeschichte des Betis.

Die Personalsituation ist angespannt: Neben Isco fehlen Lo Celso und die verletzten Ortiz, Junior und Bakambu, der sich nach den Feierlichkeiten in Kongo noch im Wiederaufbau befindet und Disziplinarmaßnahmen zu erwarten hat. Pellegrini wird daher auf Rotationen setzen und vermutlich mit einer stärkeren Stammelf auflaufen. Die jüngsten Ergebnisse in der Liga mögen enttäuschend gewesen sein, doch in Europa brennt der Betis für den Titel. Ein gutes Ergebnis im Hinspiel ist entscheidend, um die Hoffnungen auf den Einzug ins Finale in Sevilla zu wahren.

Auch der Gegner aus Braga ist mit spanischem Einfluss besetzt, angeführt von Trainer Carlos Carvalhal. Der größte Ausfall ist der uruguayische Stürmer Rodrigo Zalazar, der sich kurz vor dem Spiel verletzte. Zalazar, Sohn des ehemaligen Albacete-Spielers José Luis Zalazar, war ein Schlüsselspieler für Braga und seine Abwesenheit wird eine Lücke im Angriff reißen.

Die Erinnerungen an die vergangenen Erfolge in Portugal sind gut, zwei Siege gegen Vitória Guimarães sprechen für sich. Doch dieses Spiel wird eine neue Herausforderung sein. Die Spannung ist greifbar, die Erwartungen hoch. Der Betis ist bereit, den nächsten Schritt zu gehen. Das Hinspiel in Braga ist nur der erste Akt dieser dramatischen Geschichte.

Die Zeit der sporadischen europäischen Abenteuer ist vorbei. Der Betis Sevilla hat sich etabliert. Und die Reise nach Estambul könnte bald Realität werden.