Betis träumt von istanbul: historischer einzug in die europa-league-viertelfinals!

Real Sociedad, Atalanta, Liverpool – Namen, die in den letzten Jahren die Europa League dominierten. Doch nun könnte eine neue Macht aufziehen: Real Betis Sevilla. Nach Jahren der sporadischen europäischen Auftritte steht das Team von Manuel Pellegrini kurz vor dem größten Erfolg seiner jüngeren Geschichte: dem Einzug ins Halbfinale des Wettbewerbs.

Ein jahr nach dem conference league-finale winkt ein neuer traum

Vor genau einem Jahr erreichte Betis unter Pellegrini sensationell das Finale der Conference League. Ein Novum für den andalusischen Verein, das die Hoffnung auf weitere internationale Erfolge weckte. Und diese Hoffnung scheint sich zu erfüllen. Nach einer soliden Liga-Saison und dem knappen Sieg über Panathinaikos in den Achtelfinals steht Betis nun im Viertelfinale der Europa League – ein historischer Moment für den Verein.

Die Reise nach Portugal ist von großer Bedeutung. Mit rund 2.000 Fans wird Betis den Sporting Braga lautstark unterstützen. Auch Vereinsoval Isco Alarcón reist mit, obwohl er aufgrund einer Verletzung noch nicht spielberechtigt ist. Die Anwesenheit des Kapitäns und die enorme Fan-Unterstützung unterstreichen die Wichtigkeit dieser Partie. Das Stadion Municipal de Braga, eine architektonische Meisterleistung des Pritzker-Preisträgers Eduardo Souto de Moura, wird am heutigen Tag Schauplatz eines spannenden Duells.

Die Personalsituation ist bei Betis angespannt. Neben Isco fehlen Lo Celso (nicht gemeldet), Ortiz und Junior aufgrund von Verletzungen. Auch Bakambu, der nach Feierlichkeiten im Kongo gerade erst in Sevilla zurückgekehrt ist, wird intern diszipliniert. Pellegrini wird daher auf Rotationen setzen und ein starkes Aufgebot ins Feld führen. Marc Roca, Natan, Ricardo Rodríguez und Abde könnten daher von Beginn an spielen.

Das Hinspiel gegen Braga wird eine erste Standortbestimmung sein. Betis möchte einen guten Ausgangspunkt für das Rückspiel in Sevilla schaffen. Braga, dessen Mannschaft von zahlreichen spanischen Spielern verstärkt wird, muss indes auf seinen wichtigsten Torschützen, Rodrigo Zalazar, verzichten. Der in Albacete geborene Angreifer, Sohn des ehemaligen LaLiga-Profis José Luis Zalazar, ist verletzt ausgefallen und wird gegen Betis nicht auflaufen.

Betis blickt optimistisch nach vorne. Die Erinnerungen an erfolgreiche Portugal-Besuche (zwei Siege gegen Vitória Guimarães) geben Selbstvertrauen. Und obwohl die Liga-Form in den letzten Wochen schwankte, träumt das Team unter Pellegrini von einem Titelgewinn in der Europa League. Doch der erste Schritt ist der Sieg in Braga – ein Sieg, der den Weg nach Istanbul ebnen könnte.

Die nächste generation schreibt geschichte

Die nächste generation schreibt geschichte

Die jüngsten Erfolge des Betis zeigen, dass sich ein neuer Wind in der andalusischen Fußballszene umweht. Nach Jahren der Zweitklassigkeit hat sich der Verein zu einer festen Größe in der spanischen Liga und nun auch in Europa entwickelt. Der Glaube an die eigene Stärke und die Leidenschaft der Fans treiben das Team an. Ob es am Ende zum großen Coup reicht, wird die kommende Woche zeigen. Aber eines ist klar: Der Weg des Betis ist ein Beweis dafür, dass mit Leidenschaft, Talent und taktischer Brillanz auch vermeintlich kleinere Vereine in der europäischen Spitze mithalten können.