Berlin spielt verrückt: serena williams steigt beim wta-turnier ein
18 Jahre. So lange hatte sich Berlin geduldet. Jetzt ist es amtlich: Serena Williams kehrt auf den deutschen Rasen zurück. Die 23-fache Grand-Slam-Gewinnerin wird vom 13. bis 21. Juni im Grunewald aufschlagen – und die Tickets verfeuern sich augenblicklich wie trockenes Zunderholz.
Kein einzel, dafür doppel – und ein geheimnis
Turnierdirektor Markus Zoecke bestätigte am Freitagmorgen, dass Williams ausschließlich im Doppel antritt. Mit wem? Schweigen. „Die Partnerin wird später bekanntgegeben“, heißt es lapidar. Die Wette gilt: Venus könnte es sein. Oder Coco Gauff, die in Berlin ohnehin Startnummer eins trägt. Wer immer neben ihr steht, wird weltweit im Livestream gezeigt – der Queen’s Club in London hatte die gleiche Idee und bekam auch die erste Antwort.
Dort erhält Williams nächste Woche die Wildcard, um ihr Comeback einzuläuten. „Auf Rasen habe ich meine größten Momente erlebt“, sagte sie. Berlin folgt nur wenige Tage später. Die Stadt spürt schon das Beben: Hotels am Grunewald sind ausgebucht, VIP-Tickets auf dem Schwarzmarkt preisen sich dreifach.

Rückkehr mit 44: warum jetzt?
Die Frage drängt sich auf. Vier Jahre nach dem Abschied bei den US Open 2022, mit 44 Jahren, nach zwei Schwangerschaften und einem Modeimperium – was treibt Serena zurück auf die Tour? Sie selbst nennt keinen Grund. Die Cypher lesen ihre Körpersprache: In den letzten Wochen postete sie Clips, in denen sie auf dem Court sprintet wie vor zehn Jahren. Die Geschwindigkeit? Noch genug, um Top-50-Spielerinnen in Bedrängnis zu bringen.
Die Berliner Veranstalter sind euphorisch. „Es ist die vielleicht einmalige Chance, Serena noch einmal hier zu sehen“, sagt Zoecke. Die Zahlen sprechen: Das Turnier erzielte nach der Ankündigung innerhalb von 30 Minuten mehr Online-Zugriffe als im gesamten Vorjahr.

Nach wimbledon? stopp, nicht so schnell
Die Rasensaison 2026 gleicht einem Domino-Setup: Queen’s, Berlin, Eastbourne, Wimbledon. Serena wird vorsichtig. „Jedes Turnier, das ich spiele, ist etwas Besonderes“, sagt sie – und verweigert weitere Ausblicke. In London testet sie das Wasser. In Berlin misst sie die Tiefe. Wimbledon? Vielleicht. Aber die Queen wartet ab, bis die Wellen sich legen.
Eine Sache ist klar: Wer im Grunewald sitzt, wird Geschichte schreiben. Nicht nur wegen eines Matches. Sondern weil Serena Williams beweist, dass Legenden nicht altern – sie feuern einfach neu durch.
