Olympia 2036: nrw-bewerbung kompakt – herten fällt raus!
Die finalen Bewerbungsunterlagen
für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 liegen vor – und sie sind schlanker als ursprünglich geplant. Nach dem Bürgerentscheid in Herten, der die Träume von Olympia dort zunichte gemacht hat, hat das Land Nordrhein-Westfalen seine Pläne optimiert und die Bewerbung weiter verfeinert. Ein Rückschlag, der aber offenbar zu einer Neuausrichtung geführt hat.
Neuer standort für mountainbike-action
Der Knackpunkt: Das Bürgerentscheid in Herten hatte nicht die gewünschte Zustimmung erbracht, was den Wegfall der Stadt aus der Bewerbung zur Folge hatte. Konkret bedeutet das, dass die Mountainbike-Wettbewerbe, die ursprünglich in Herten und Recklinghausen geplant waren, nun im Herzen von Essen stattfinden werden – auf dem Brammentrail auf der Schurenbach-Halde. Eine Entscheidung, die laut offizieller Mitteilung nicht nur die Wege für die Athletinnen und Athleten verkürzt, sondern auch das Fahrerlebnis intensiviert.
Aber es gibt noch weitere Verschiebungen: Die Finalkämpfe im Boxen werden fortan im Bochumer Ruhstadion ausgetragen. Die größere Kapazität von 20.000 Zuschauern verspricht eine mitreißende Atmosphäre, die in der Messe Essen, dem ursprünglichen Planungsort, nicht zu realisieren gewesen wäre. Und auch beim Wasserball gibt es eine Änderung: Wuppertal verliert den Austragungsort an Duisburg. Die Denkmalschutzauflagen in Wuppertal hätten eine Zuschauerkapazität von lediglich 1.500 Besuchern ermöglicht, während im Landschaftspark Duisburg-Nord deutlich mehr Fans die Spiele verfolgen können.
Neben Köln sind nun insgesamt 14 Kommunen Teil der Bewerbung – ein Beweis für die regionale Verbundenheit und das Engagement für die Spiele. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist überzeugt: „Mit dem finalen Konzept machen wir Deutschland und der Welt das beste Angebot.“ Die Spiele sollen kompakt, nachhaltig und spektakulär werden – ein Versprechen, das die Verantwortlichen nun mit aller Kraft unter Beweis stellen müssen.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird die Bewerbungen von Köln-Rhein-Ruhr, München und Berlin prüfen. Am 26. September fällt die finale Entscheidung – ein Tag, der die Zukunft des Sports in Nordrhein-Westfalen maßgeblich beeinflussen wird.
