Pavard: türkischer traum oder gehaltsfalle in istanbul?

Nur wenige Jahre trug Benjamin Pavard das Trikot des FC Bayern München und feierte Triumphe auf höchstem Niveau. Nun scheint der französische Weltmeister an einem Scheideweg zu stehen. Ein Wechsel in die Türkei könnte ihn von der Insel der Münchner Erfolge weglotsen – doch ob Besiktas Istanbul die finanzielle Bürde tragen kann, ist fraglich.

Inter mailand bietet pavard überraschend an

Inter mailand bietet pavard überraschend an

Wie die türkische Sporttageszeitung Posta berichtet, beschäftigt Besiktas Istanbul die Verpflichtung des 30-jährigen Verteidigers ernsthaft. Überraschend ist der Bericht, dass Inter Mailand den Weltmeister von 2018 aktiv beim türkischen Traditionsklub angeboten haben soll. Ein definitiver Deal liegt allerdings noch in weiter Ferne.

Pavard steht zwar noch bis 2028 bei den Nerazzurri unter Vertrag, doch Trainer Cristian Chivu scheint mit ihm nicht mehr fest plant. Inter Mailand befindet sich derzeit in einer Phase der Umstrukturierung und will den Kader verjüngen. Mehrere Spieler könnten den Verein verlassen, um Platz für neue Kräfte zu schaffen – und Pavard könnte dabei zum Opfer werden.

Das Gehalt wird zum Stolperstein

Doch ein Wechsel nach Istanbul birgt ein erhebliches Problem: Pavards Gehalt. Laut Posta prüfen die Verantwortlichen in Istanbul derzeit die finanziellen Möglichkeiten. Das Jahresgehalt des Franzosen liegt offenbar deutlich über dem, was Besiktas normalerweise zahlt. Bislang gibt es daher kein offizielles Angebot, die Gespräche konzentrieren sich auf die grundsätzliche Machbarkeit eines Transfers.

Es ist ein ironisches Schicksal für einen Spieler, der einst als Erfolgsgarant des FC Bayern München galt. Pavard war ein zentraler Baustein des Triple-Gewinns 2020 und gewann insgesamt vier deutsche Meisterschaften sowie die Champions League. Sein Wechsel zu Inter Mailand im Sommer 2023 für rund 33 Millionen Euro sollte einen neuen Karriereimpuls setzen, doch Verletzungen bremsten ihn immer wieder aus.

Die Leihe zu Olympique Marseille im vergangenen Winter scheiterte ebenfalls an den Erwartungen. Obwohl Pavard in 26 Pflichtspielen auflief, wurde die Kaufoption in Höhe von rund 15 Millionen Euro offenbar nicht gezogen. Nun steht er vor dem nächsten Kapitel – in der Türkei? Die Antwort wird entscheidend sein für die weitere Entwicklung des französischen Weltmeisters.

Die Geschichte von Benjamin Pavard ist ein Lehrstück darüber, wie schnell sich das Blatt im Fußball wenden kann. Von den Höhen des FC Bayern über die Enttäuschung in Mailand bis hin zur ungewissen Zukunft in Istanbul – sein Weg ist alles andere als geradlinig. Ob er in der Türkei seinen Weg zurück an die Spitze finden kann, bleibt abzuwarten. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Pavards Gehaltsforderungen könnten seine nächste Chance verspielen.