Becker beendet trainerkarriere: fokus auf familie und medien!

Boris Becker, der sechsfache Grand-Slam-Sieger, zieht einen Schlussstrich unter seine Karriere als Tennis-Trainer. Der frühere Weltranglistenerste hat andere Pläne und legt den Schwerpunkt nun auf seine Familie und sein Engagement im Medienbereich – ein Schritt, der viele Fans überraschen dürfte.

Becker: „der zirkus ist nichts für mich“

Bei den Laureus World Sports Awards in Madrid ließ Becker im Rahmen einer Medienrunde durchblicken, dass er keine Rückkehr in den Trainer-Zirkus plant. „Ich möchte keine Namen nennen, aber ich wurde oft gefragt, ob ich wieder als Coach arbeiten möchte, habe aber dankend abgelehnt“, erklärte er. Die Kombination aus seinen neuen beruflichen Zielen im Medienbereich und der wachsenden Bedeutung seiner Familie mache eine Rückkehr in den Vollzeit-Trainerjob unmöglich.

Becker, der aktuell Mitglied der Laureus Academy ist, hat in seiner Trainerkarriere bereits Größen wie Novak Djokovic und den dänischen Youngster Holger Rune betreut. Auch eine Station als „Head of Men’s Tennis“ beim Deutschen Tennis Bund (DTB) zählt zu seinem umfangreichen Portfolio. Aber die Zeit des aktiven Coachings ist vorbei.

„Immer für ein gespräch offen“

„Immer für ein gespräch offen“

Obwohl Becker seine Trainerkarriere beendet hat, schließt er eine beratende Rolle nicht komplett aus. „Ich habe immer gesagt, dass ich offen für Telefonanrufe bin, wenn mich jemand von den Jungs anrufen will – und vielleicht haben sie das ja auch getan“, schmunzelte er. Er stehe weiterhin für Ratschläge zur Verfügung, betont aber, dass dies stets diskret geschieht und ohne eine Rückkehr auf den Trainingsplatz. Die Zahl 58 ist erreicht, und damit verbunden neue Prioritäten.

Der Familienzuwachs in den letzten Jahren hat Becker’s Leben stark verändert. „Ich habe eine wundervolle Zeit mit meiner Familie, und das nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch. Ich habe einfach andere berufliche Ideen für mein Leben“, erklärte er. Es ist ein Neuanfang, der ihm offenbar neue Energie gibt.

Die Tenniswelt verliert zwar einen erfahrenen Coach, aber Becker gewinnt Zeit für das, was ihm wirklich am Herzen liegt. Die Entscheidung ist gefallen.