Bayern-debakel in leverkusen: eberl fordert konsequenzen nach schiri-fehler

Der FC Bayern taumelt aus der BayArena – und mit ihm die Schiedsrichter-Glaubwürdigkeit. Ein 1:1, das sich anfühlt wie Niederlage, zwei Platzverweise, zwei aberkannte Tore, ein Schiri, der nachträglich eingesteht, dass er Luis Diaz unfair vom Feld geschickt hat.

Christian dingert gibt fehler zu – zu spät für bayern

Sportvorstand Max Eberl stand nach Abpfiff mit zitternder Stimme in der Mixed Zone: „Wir wissen genau, was in so einer Szene passiert. Entweder der Torwart räumt ihn ab oder ein Verteidiger grätscht. Lucho ist im Sprint, berührt, fällt, steht sofort wieder auf – und sieht Gelb-Rot. Das ist keine Schwalbe, das ist Realität.“ Schiedsrichter Christian Dingert bestätigte ihm persönlich, dass er die Szene nach Bildern korrigiert hätte. Regelwerk erlaubt es nicht – die Karte bleibt, Diaz fehlt gegen Stuttgart.

Die Zahlen sind brutal: zwei Spieler weniger, zwei Tore aberkannt, acht Minuten Nachspielzeit – alles gegen die Münchner. Eberl: „Es fühlte sich an, als wäre jede 50:50-Entscheidung gegen uns.“ Die Statistik bestätigt: Leverkusen gewann 55 % der Zweikämpfte, nach der Pause sogar 62 %.

Kompany sieht systembruch – und droht mit protest

Kompany sieht systembruch – und droht mit protest

Trainer Vincent Kompany schlug in dieselbe Kerbe: „Wenn ein Spieler sofort aufsteht und weiterspielt, warum wird er bestraft?“ Der Belgier kündigte an, die Entscheidung beim DFB anzufechten – obwohl Gelb-Rote Karten normalerstandes nicht revisibel sind. „Wir prüfen jeden rechtlichen Weg“, sagte er und schickte ein deutliches Signal an die Schiedsrichter-Zentrale in Frankfurt.

Die Stimmung im Bayern-Lager kippt. Nach 14 Spieltagen liegen die Münchner nur zwei Punkte vor dem ersten Verfolger – und nun droht personeller Aderlass. Nicolas Jackson sieht Rot wegen einer Grätsche gegen Martin Terrier, Diaz muss zuschauen. Eberl rechnet mit Sperren zwischen ein und zwei Spielen. „Das ist keine Ausrede, aber es ist ein Fakt.“

Die Saison wird enger. Der nächste Gegner: VfB Stuttgart, auswärts, ohne Diaz, vielleicht ohne Jackson. Die Meisterschaft war nie so knapp, der Druck nie so groß. Die Bayern reisen mit einem Punkt im Gepäck – und mit dem Gefühl, dass sie in Leverkusen nicht nur gegen Bayer spielten.